infas GEOdaten hat im Thread “Private Wirtschaft möchte sich beteiligen” http://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=1016 auf Datenschutzprobleme bei Google Street View hingewiesen. https://www.datenschutzzentrum.de/geodaten/20080930-googlestreetview-bewertung.htm Außerdem gibt es auf der selben Seite noch weitere Informationen zu Datenschutz bei Geodaten: https://www.datenschutzzentrum.de/geodaten/ ================================ Ich möchte meine Laienmeinung zur Einschätzung von Google Street View und den Auswirkungen für OSM zum besten geben: Zuersteinmal: KEINE OFFENSICHTLICH PERSONENBEZOGENEN DATEN IN DIE OSM-DATENBANK! Was meine ich mit offensichtlich: Offensichtlich ist: Name - ganz klar. Auch Telefonnummern, private Internetseiten ect… Aber auch alles was jemand über einen jemanden ganz persönlich aus der Karte erfahren könnte, indem er einfach dessen Adresse eingibt. Nagut - also sollten wir vielleicht garnichts einspeichern. :slight_smile: Nun - es ist denke ich nicht ganz so schlimm. Aber es ist schwer auszumachen, was wirklich einen Eingriff in die Privatsphere bedeutet. Bei Google Street View kann man tatsächlich SEHEN wie runtergekommen der neue Freund deiner Mutter wohnt. Oder ob Familie Flodder nebenan wohnt, und man vielleicht deswegen die Hypothekenkredite nicht so leicht vergeben sollte. Auf der anderern Seite habe ich noch keine Informationen in OSM gesehen, bei denen ich mir Gedanken machen würde, was kranke Data-Mining-Experten an Mehrgewinn haben würden, dass sie nicht schon ohnehin aus anderen spezialisierteren Quellen ziehen könnten. Was ich zum Beispiel aus Datenschutzrechtlichen Gründen nicht aufnehmen würde in OSM wären Informationen über den Mietspiegel :-), oder Daten über Luftverschmutzung. Aber das würde ich auch ohne diese Bedenken nicht. Eine andere Sache wären auch z.B. detailierte Informationen über die Bepflanzung von Feldern, oder die detailierte Beschreibung von Wäldern nach Baumart. achselzuck In meinem Dorf gibt es Namen für Häuser - bzw. für die darinwohnenden Familien, die dann den Familiennamen im Sprachgebrauch des Dorfes ersetzen. Diese Namen würde ich auch nicht veröffentlichen :slight_smile: Obwohl sie natürlich nicht unmittelbar personenbezogen sind. Aber ihr seht ich muss sehr angestrengt überlegen um irgendwas zu finden, dass nicht schon aus kommerziellen Karten gezogen werden kann. Das einzige was wir machen ist, es für die Dataminer ein stück einfacher (und billiger) zu machen, solche ganz allgemeinen Daten abzurufen. Schlimm genug. Ich sehe jedoch wenig an OSM das nur am entferntesten an die Datendichte und Informationsbereitstellung von Open Street View heranreicht. Nun vielleicht sollten wir das detailierte Erfassen von nicht öffentlicher Bebauung durch Satellitenbilder noch einmal überdenken - das wäre aber dann auch das einzige dass mir zum jetzigen Zeitpunkt einen Hauch eines Ansatzes liefern würde. Edit: Je mehr ich drüber nachdenke - wir sollten wirklich gründlich prüfen, wie es mit dem Speichern der exakten Bebauung von Privat-Grundstücken aussieht. MfG Mark