Ja, ich möchte prioritär die Realität abbilden, dass man als normaler Fußgänger an jeder Stelle die Straße überqueren kann. Für die übergroße Merhheit der Fußgänger ist das relevant. Für sie stellt ein 10-cm Bordstein kein Hindernis dar, wegen dessen Umwege in Kauf genommen werden. Ich denke es sollte nachvollziehbar sein, dass mir eine exakte Anwendung für Anwendungsfälle der Mehrheit der Fußgänger wichtig ist. Das heißt ja nicht, dass es für andere Anwendergruppen keine Lösungen gibt.

Mir kommt es vor, als fällt es schwer zu akzeptieren, dass das Getrennt-Mapping in einem nicht ganz unrelevanten Anwendungsfall einen entscheidenden Nachteil hat.

Das stimmt, das ja auch nicht Inhalt und Aufgabe von ‘sidewalk=right/left/both/no’. Aber ich verstehe das Problem nicht.

Im Namensraum ‘sidewalk:abc=xyz’ ist doch Platz für beliebige Eigenschaften des Gehweges, z. B. könnte man dort die Höhe der Bordsteinkante vermerken:

‘sidewalk:kerb:height=0.1’.

Vielleicht ist das nicht gut, weil es als “Bordstein quer über den Gehweg” interpretiert werden kann. Da wäre ‘crossing:xyz’ die Lösung:

‘crossing:kerb:hight=0.1’ oder ‘sidewalk:crossing:kerb:hight=0.1’

Eigenschaften von Querungsstellen kann ich an die Knoten der Straße schreiben, z. B. Bordabsenkungen:

‘crossing:kerb=no’.

Als Problem sehe ich bislang nur, dass Angaben wie ‘left’ oder ‘right’ an Knoten mitunter nicht eindeutig sind, wenn dort mehrere Linien abgehen. In meinen Augen aber ein Randproblem. Wenn eine Querung an einer Seite eine Bordsteinabsenkung hat, an der anderen nicht, dann würd ich das Schlimmere taggen, also ‘crossing:kerb=no’.

Das stimmt nicht, ich verkaufe als Vorteil, dass man die Querungsmöglichkeiten (für gewöhnliche Fußgänger) exakt abbilden kann.

Aber ja, ich habe nicht alle Vor- und Nachteile beider Mappingarten zitiert.

Ich kann dir nicht folgen.

Wie bildest du mit getrennten Geometrien ab, dass überall gequert werden kann? Du kannst doch nur an bestimmten Punkten Verbindungslinien setzten? Klar könnte man dass aller 5 Meter tun, aber das wirst du nicht meinen, oder?

Ja, für diesen einen Punkt ist das die Realität. Die Realität der kontinuierlichen Querungsmöglichkeit bildet es jedoch nicht ab, siehe oben. Es hilft aber, die negativen Auswirkung dieser Realitätsferne zu verringern.

Etwas, das nicht ideal ist, aber negative Auswirkungen verringert, ist für ein “Workaround”.

Wenn es auf langen Abschnitten keine Grundstückseinfahrten gibt, so müsste man beim Getrenntmapping tatsächlich “virtuelle Verbindungen” verteilen, damit die Router keine größeren Umwege auspucken. Das fände ich aber sehr merkwürdig, insbesondere, wenn der Querungswiderstand über die ganze Länge gleich ist. Es suggeriert einen Unterschied betreffs Querungsmnöglichkeit an diesen Punkten zum Rest der Strecke.

Mit “Murks” meinte ich die Situation, wenn mich der Router zum Queren der Fahrbahn ein Stück an der Fahrbahn entlanglaufen lässt, weil gegenüber keine Verbindung zum Gehweg vorhanden ist wie z. B. hier:

Die von dir vorgeschlagene Lösung entspricht ja dem, was ich als Workaround empfohlen habe.