Bei dieser Maproulette-Aufgabe “DE - highway=crossing ohne crossing=*” werden “fehlende” crossing=*-Tags ergänzt. Ist mir gerade aufgefallen, weil @CaptainCarte in meiner Umgebung sehr fleißig ist und nach Bing-Bildern die crossing-Daten ergänzt. Das sehe ich auch nicht ganz unkritisch, dass nur anhand von den Bing-Bildern zu machen. Aber naja.
Meine eigentliche Frage: Benötigt ein highway=crossing mit u.a. crossing:markings=no wie hier zwingend ein crossing=unmarked? Muss an jedem highway=crossing tatsächlich ein crossing=* getaggt sein, selbst wenn das aus den crossing:*-Tags bereits hervorgeht?
Welchen Mehrwert bringt hier ein crossing=unmarked:
Ich würde sagen: Eindeutig nein. Eine Kombination aus crossing:markings und crossing:signals stellt eine alternative Taggingmöglichkeit für die herkömmliche crossing=unmarked/uncontrolled/traffic_signals-Unterscheidung dar. Zumindest seit StreetComplete dieses Schema stark verbreitet hat.
Ich halte es auch für nicht sinnvoll, aus crossing:markings=no auf crossing=unmarked zu schließen, da crossing=unmarked normalerweise so verstanden wird, dass es keine Ampel gibt, was ja aber aus crossing:markings=no noch gar nicht hervorgeht (vor allem international nicht, aber auch in Deutschland gibt es da so komische Fälle: Beispiel)
Auch hab ich das Gefühl, es gibt mittlerweile Detailmappingmöglichkeiten, für die das herkömmliche Schema nicht mehr klar definiert ist: Welchen crossing-Wert setzt man bei crossing:markings=surface + crossing:signals=no? Welchen bei crossing:continuous=yes?
Als ich mit OSM angefangen habe und Übergänge erfasst habe, fand ich das auch schon sehr uneindeutig und als Einsteiger schwer zu verstehen. Wann verwendet man bei einem markierten Übergang (ohne Ampel/Zebrastreifen) crossing=uncontrolled, wann crossing=marked? Ist ein Zebastreifen uncontrolled (fehlendes Lichtzeichen) oder marked aufgrund der Markierungen?
Da finde ich das crossing:*-Schema besser und einfacher. Wusste nicht, dass das durch SC kommt.
Na ja, zwingend ist bei OSM gar nichts. Und je mehr Daten eingetragen sind, desto mehr Daten muss man auch pflegen, und das bei einer eher abnehmenden (?) Mapperanzahl.
Aus meiner Sicht ist crossing=* die abgespeckte Variante von all dem crossing:*=* und damit überflüssig, wenn mehr details vorhanden sind. Teilweise dann auch fehlerhaft/widersprüchlich.
Einzig wenn es nur highway=crossing gibt besser als nichts.
Frag doch mal Brian, den ehemaligen maintainer von iD, der hat die tags in Umlauf gebracht, alle paar Jahre einen neuen für dasselbe.
crossing=zebra bedeutet ein Zebrastreifen
crossing=uncontrolled bedeutet ebenfalls ein Zebrastreifen und ist der älteste tag von diesen
und crossing=marked bedeutet eine markierte Fußgängerquerung, wahrscheinlich ein Zebrastreifen.
Daher ist das neue crossing:*=* Schema nicht verkehrt. Reicht crossing:markings=zebra + crossing:signals=no dann für ein Zebrastreifen (in Deutschland)? Oder wird ein crossing=* benötigt?
Ich würde eher umgekehrt fragen: Braucht ein crossing=uncontrolled überhaupt crossing:markings=zebra?
Es gibt keine anderen Fußgängerüberwege als Zebrastreifen. Und nur, weil da ein paar Streifen auf den Boden gemalt wurden, ist es eben nicht zwingend ein Fußgängerüberweg.
Hier geht es mir aber um Übergänge, die bereits nach dem crossing:*=* Schema erfasst wurden. Reicht das oder muss crossing=* ergänzt werden, so es die Maproulette Aufgabe es suggeriert?
Da gehen die Meinungen auseinander, aber ich behaupte, dass es nicht reicht. Das ist so, als würde man das Verkehrszeichen (DE:293), aber nicht seine Auswirkung auf den Verkehr erfassen.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Kannst Du mir das mal erklären?
Ich glaube Du vermischt hier die OSM Definition mit der deutschen StVO-Definition.
crossing:markings=zebra heißt nichts anderes, als dass hier ein Weg mit einer Straße kreuzt und auf dem Boden ein Zebrastreifen gepinselt ist (identisch mit traffic_sign=DE:293). Was gibt’s da zu vermischen? So ist es doch in OSM definiert. Da steht auch, dass manche crossing=*-Werte ein crossing:markings=* implizieren und das wäre ja in Deutschland vollkommen korrekt. Nur andersherum eben nicht.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Das klingt bestechend logisch, ich würde sagen, deshalb heißt das Tagging auch genau so. Das ist aber nicht der Punkt.
Die Fragestellung impliziert, dass alle crossing=uncontrolled Zebrastreifen sind.
Es gibt ja auch uncontrolled Fußgängerüberwege, die keine Zebrastreifen sind.