Hallo,

Wenn wirklich keine Antwort kommt, ja. Mein Eindruck ist aber, dass soemisch schon auf Änderungssatzkommentare reagiert und daher möchte ich bitten, ihm bis Dienstag die Chance zu geben, zu reagieren. Bei anderen Angestellten (EDIT: nicht allen) sind die Reaktionsquoten teilweise erheblich schlechter, obwohl sie offensichtlich noch aktiv sind (von einem ehemaligen Angestellten erwarte ich keine Antwort).

Die Sache mit den Quellen hat sich in den letzten zwei Jahren ein wenig verbessert. Bei den großen Bahnhöfen werden tatsächlich Daten vor Ort erhoben (unterschätzt den Aufwand bitte nicht – ein großer Hauptbahnhof braucht ein bis zwei Arbeitstage im Außendienst!). Bei den kleinen Stationen ist es unterschiedlich. In Hamburg hat Mentz erst Fotos und Pläne des Auftraggebers abgearbeitet, um danach sich die Stationen vor Ort anzusehen. Ob der Nebensatz auch tatsächlich erfolgt ist oder eine Ankündigung geblieben ist, habe ich nicht geprüft. Prinzipiell ist gegen Fotos und Pläne nichts einzuwenden. Gerade Fotos sind anders als Pläne kein Modell der Realität (Modelle sind stets vereinfachte Abbildungen der Realität). Beim Remotemapping muss man jedoch ein gutes Gespür haben, ob die Bilder noch aktuell sind.

An zwei Stellen hat Mentz in meinen Augen (ich beobachte sie seit bald vier Jahren) Verbesserungspotential:

  • Es wäre schön, wenn der Leiter einer Gruppe mappender Angestellter ein Auge auf deren Änderungssatzkommentare hat. Sei es, dass diese sich mit einer Mailadresse bei OSM anmelden, die eingehende Mails sowohl an den Angestellten als auch an seine nächsthöheren Vorgesetzten weiterleitet. Oder dass man eine Art Dashboard hat (OSM-Comments von Pascal Neis auf Mentz beschränkt). Mapbox hat letzteres vor einiger Zeit mal gemacht. [1] Beide Lösungen haben den Vorteil, dass bei Abwesenheit einer Person (Krankheit, Urlaub, …) die andere irgendetwas antworten kann. Ebenso kann aber auch der Teamleiter, falls seine Angestellten unfair kritisiert werden (das gibt es leider auch), eingreifen und ihnen den Rücken stärken. Zu guter Letzt kann das Team aus dem Fehler des einzelnen lernen. All das erfordert jedoch auch eine gewisse Umgang des Teamleiters mit seinen Untergebenen (nein, ich möchte hier nicht darüber spekulieren).

  • Die Dokumentation der verwendeten Quellen hat sich nicht gebessert. Ich habe beobachtet, dass es nur hilft, nach entsprechenden freundlichen Bitten mit Sperren und Reverts zu drohen oder sie gar anzufangen, damit sich etwas tut. Erst dann kommt Bewegung in die Sache und nachträglich wird versucht, eine schriftliche Erlaubnis des Auftraggebers herbeizuzaubern. Ich habe nicht die Muse, mich in diese Thema hineinzuknien. Mapper (nicht von Mentz), die von unerlaubten Quellen abzeichnen, die gezielt in OSM nach ihren Daten suchen, schaden dem Projekt mehr.

Ich möchte alle, die die Mitarbeiter von Mentz und ihr Tun kritisieren, bitten, freundlich und sachlich zu bleiben und jeden Vorwurf zu belegen (Änderungssatz-/Objekt-IDs, ggf. Fotos/Videos)!

Viele Grüße

Michael

[1] Es wäre interessant, ob sich eine Dienstleister fände, der das als Software as a Service für mappende Firmen anbietet. :smiley: