Hey, ich bin zurzeit dabei OSM in meinem Dorf auf den neuesten Stand zu bringen und mit neuen Daten aufzufrischen.

Ich habe mir die Karte noch einmal genau angeschaut und mir fiel direkt ins Auge, dass das mit den Adressen nicht stimmen kann. Bis jetzt wurden einfach wild irgendwo in Häusern ein Adress-Punkt mit:
addr:city=
addr:country=
addr:housenumber=
addr:postcode=
addr:street=
hinzugefügt. Das sieht meiner Meinung ein bisschen durcheinander und nach sehr viel aus:
Screenshot 2024-07-22 024903

Da ich so oder so als nächsten Schritt alle Haustüren (Eingänge) einzeichnen wollte, habe ich nun angefangen die besagten Adress-Punkte zu löschen und in den Eingangs-Punkt einzufügen… Allerdings liegen die Hausnummern nun mitten auf dem Gebäudeumriss und sind etwas umständlich zu lesen bzw. es sieht nicht sehr schön aus.

Was wäre in diesem Fall für die Daten und/oder das Aussehen das beste Verfahren?

Vielen Dank im Voraus

Du hättest die Adresse-Punkte mitten im Gebäude nicht löschen müssen.

Stattdessen hättest Du diese auf die Gebäudelinie ziehen können …

und dort als Adresse gehabt.

Das sieht dann so aus

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Willkommen bei OSM.
Wie Du bald merken wirst gilt hier sehr oft: 3 Mapper 4 Meinungen.

Ich würde die Adressdaten vom Adresspunkt entfernen und beim Gebäude eintragen.
Es gibt Leute, denen es sehr wichtig ist, die Historie aller Punkte wenn möglich zu erhalten.
Deshalb kann man den Adresspunkt statt ihn einfach zu löschen mit einer Gebäudeecke mergen und dann erst die enthaltenen Daten löschen.

Markierte Eingänge an Einfamilienhäusern etc. finde ich überflüssig.
Die würde ich nur an größeren Komplexen eintragen oder wenn sie unerwartet liegen (z.B. hinter dem Haus von der Nachbarstraße aus).

Und zu den addr-Angaben: da in Deutschland die Postleitzahlengebiete vollständig erfasst sind, werden Adressen auch gefunden, wenn addr:city=, addr:country= und addr:postcode= nicht extra angegeben werden.
Möglich ist das - mir gefällt es besser, wenn diese Angaben vorhanden sind.

Weiterhin viel Freude an und mit OSM!

edit: Umbruch u.ä.

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Hallo,
Mein Favorit, die Gebäude einzeln zu mappen und die Adresse direkt ans Gebäude.

Hier noch das WIKI:
Key:addr:* - OpenStreetMap Wiki*

(der deutsche link funktioniert nicht)

Gruß
Danfost

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Falls Eingänge gemappt sind würde ich die Adress-Infos an diesen eintragen.

Generell sollte der Mappingstyle in einer Gegend aber möglichst einheitlich sein.

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Das ist für mich der richtige Ansatz. Dieselbe Diskussion wurde erst kürzlich im General Talk geführt, siehe:

Preferred way of mapping houses?

Markierte Eingänge an Einfamilienhäusern etc. finde ich überflüssig.
Die würde ich nur an größeren Komplexen eintragen oder wenn sie unerwartet liegen (z.B. hinter dem Haus von der Nachbarstraße aus).

das ist dein gutes Recht, niemand zwingt dich zum Eintragen, allerdings gibt es auch viele Mapper die alle Eingänge eintragen, und dagegen spricht nichts solange es sie gibt.

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+1

wieso? Und was ist eine „Gegend“?

Ich bin ein Freund davon, die Gebäudefläche mit der Adresse zu versehen.

Wenn man so wie in dem angefragten Fall Adresse-Nodes und Gebäudeumrisse einzeln vorfindet, ist eine Zusammenführung mit dem iD-Editor einfach. Man wählt beide Objekte (Gebäudefläche und Adresse-Node) gleichzeitig aus (Umschalttaste drücken und während man diese gedrückt hält, beide Objekte mit der linken Maustaste anklicken), klickt dann mit der rechten Maustaste, worauf sich ein kleines Auswahlmenü öffnet. Dort das + (für zusammenführen) auswählen und die Adressdaten des Node werden den Daten der Fläche hinzugefügt. Der Umriss der Fläche bleibt unverändert, der Node verschwindet (weil ja alle Daten auf die Fläche übertragen wurden)

Ich finde bei normalen Wohnhäusern die Adressdaten als Teil der Eigenschaften der Gebäudefläche die beste Lösung, da so beim Rendern die Hausnummer mittig in der Fläche angezeigt wird und nicht schlecht lesbar auf dem Rand, wie das passiert, wenn man einen Punkt auf dem Flächenrand (Hauseingangspunkt) mit Adressdaten versieht. Den Hauseingang statt der Gebäudefläche mit Adressdaten kann zwar hilfreich sein bei sehr großen Gebäuden, da man dann von der Navigation her gleich zur richtigen Stelle geschickt wird, von der aus man das Gebäude betreten kann, doch bei normalen Ein- oder Zweifamilienhäusern trifft das eher nicht so oft zu. Zudem kann man das Navigieren auch dadurch erleichtern, dass man den Hauseingang trotzdem als Node einträgt und mit einer Linie (je nachdem Pfad, Fußweg, …) mit der Straße verbindet.

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Hallo

es kann so einfach sein …wenn man es weiß

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Wenn ich den Address-Knoten als Eingang weiterverwenden kann, finde ich es super.
Auch sollten die Adressinformationen an den Eingang, es sei den, der Eingang ist Kind einer Linie mit diesen Informationen.

Vielen Dank für alle Antworten!

Ich habe mich dazu entschieden, die Adressdaten auf die Gebäude direkt zu übertragen. So sieht alles einheitlich aus und es ist viel lesbarer als auf dem Gebäudeumriss (als Eingangs-Node).

Die Eingänge werde ich trotzdem (mit Pfad zur Straße) mappen, ich finde das kann einigen Menschen sicher helfen, vor allem da in meiner Gegend die meisten Haustüren an der Seite oder sogar hinterm Haus sind.

Einen speziellen Dank geht an Galbinus; Ich wusste gar nicht, dass es so einfach geht :sweat_smile: Das spart mir sehr viel Zeit. Habe deine Antwort mal als Lösung markiert.

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Noch ein kleiner ergänzender Tipp, der Dir ein paar zusätzliche Klickereien erspart: Nach dem Markieren von Umriss und Node gleich die Taste “c” drücken, dann braucht man den Umweg über das pull-down-menue (rechte Maustaste) nicht.
Weitere nützliche Tastenkombinationen findest Du, wenn Du die “?” Taste drückst.

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Bitte passendes access setzen, wenn man schon Wege auf Privatgelände mappt. Und im Grunde finde ich derartiges Micromapping extrem unübersichtlich und unnötig (Beispiel Diese Wegstummel-“Genauigkeit” fand sogar die Kollegin von OSM für Blinde für überflüssig…)

Ansonsten wäre das jetzt ein guter Grund dafür, die Adressen am Eingang zu erfassen. Zudem funktioniert dieses Schema universeller - insbesondere, wenn man an einem Gebäude mehrere Adressen hat. (Beispiel - und Nein: Das sind keine Reihenhäuser, sondern zum Teil Wohnungseingänge im Erdgeschoss)
Das reine umtaggen von Node zum Way bietet genau Null Mehrwert, wenn der Node schon in der Fläche liegt.

Das es im Editor irgendwie aussieht ist jedenfalls für sich kein Grund es zu ändern.
Das wurde aber schon Dutzende Male im Forum ergebnislos durchdiskutiert.

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Ansonsten wäre das jetzt ein guter Grund dafür, die Adressen am Eingang zu erfassen.

Adressen auf Flächen, wenn sie so vergeben werden, was in Deutschland meistens der Fall ist, haben den Vorteil dass sie automatisch auf die Objekte im inneren vererbt werden können (andererseits taggt man in der Regel “zur Sicherheit” die Adressen trotzdem auch noch auf den Pois).

Theoretischer Vorteil. Allerdings genauso vom Node auf die Fläche übertragbar (und von dort wieder auf alle POIs innerhalb, wenn gewünscht) :wink:

Vergleiche hier QA Adressen am Eingang oder am Gebäude - egal:
grafik

Praktisch habe Objekte wie diese
grafik
im Sinn. (Quelle BayernAtlas - der Kartenviewer des Freistaates Bayern )
Das sind durchgehende Gebäude (und nicht jeweils zwei).
Von der Sorte habe ich schon Dutzende berichtigt, bei denen ein Mapper auf der Vorderseite eine Nummer gesehen an das Gebäude getagged hat - obwohl es hier erstens falsch ist und es zweitens hilfreicher ist, wenn man hier nicht auf die jeweils falsche Seite geroutet wird.
Daher schrieb ich
“…funktioniert dieses Schema universeller…”
Bisheriges Übereinkommen => Beides ist zulässig und alles hat seine Vor- und Nachteile. Nur umtaggen um des umtaggens willen ist bäh.

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Wieso nicht? Ich mag Ordnung halt lieber als Chaos. :wink:

Ich denke Du hast verstanden was ich meine.

es ging ja nicht um Chaos sondern um alternative Möglichkeiten Adressen abzubilden, die allesamt im Grunde dafür geeignet sind. Chaos wäre dagegen ein Zustand vollständiger Verwirrung und Unordnung.

Was das Wort “Gegend” angeht, innerhalb derer man dieselbe Abbildung wählen soll, die Frage war ernst gemeint: sind das Gebiete die einzelne Mapper als “ihre” empfinden? Oder eher so was wie ein Bundesland oder ganz Deutschland? Oder kann jede Straße eine eigene Gegend sein? Können sich die Grenzen einer Gegend verschieben?

Siehe:

“General recommendation” ist so zu verstehen, dass in Forenbeiträgen und Wikiseiten zu mehreren verschiedenen Taggingschemata dieser Ansatz formuliert wurde - und nein, ich suche jetzt keine Beispiele raus. Trotzdem halten ich den Ansatz für sinnvoll. Wenn in einer Ortschaft oder einem Stadtteil die Adressen alle auf das Gebäude getaggt wurden, mache ich das auch so und wenn irgendwo alle Telefonnummern als “contact:phone” getaggt sind, tagge ich meine 2 Cent nicht als “phone”, auch wenn ich das mit dem “contact” selber Quatsch finde.

Wenn in einer Ortschaft oder einem Stadtteil die Adressen alle auf das Gebäude getaggt wurden, mache ich das auch so und wenn irgendwo alle Telefonnummern als “contact:phone” getaggt sind, tagge ich meine 2 Cent nicht als “phone”, auch wenn ich das mit dem “contact” selber Quatsch finde.

ich tagge einfach „phone“ ohne weiters zu recherchieren ob da vielleicht ein paar mehr contact:phone in der Nähe sind, für mich ist die Karte global, und ich hielte es für tendenziell eher schädlich wenn jede „Gegend“ ihr eigenes Süppchen kochen würde

Bei den Adressen kommt es drauf an, da ist die Grundlage ja eine andere, Adressen werden in unterschiedlichen Ländern anders vergeben, z.T. auch in Bundesländern oder anderen „subareas“ unterschiedlich (Deutschland). Und zusätzlich gibt es Adresstags für POIs (die dann je nach POI-Objekt auf einem anderen OSM-Objekttyp landen können)