Bereitstellung von selbst erstellen Drohnen-Luftbildern

Moin :slight_smile:

Bin nach langer Pause seit paar Wochen wieder am Mappen - und mir steht seit nem Jahr ne DJI Mini 2 zur VerfĂŒgung, mit der ich schon kleine Bereiche aus 120m als Luftbild zusammengesetzt habe.
Gibt es eine Möglichkeit diese fĂŒr andere offiziell fĂŒr OSM zur VerfĂŒgung zu stellen? Irgendein Webspace, wo man die JPGs + Korrekturdatei fĂŒr JOSM hochladen könnte?

Gruß
Paul

https://openaerialmap.org/
evtl. auch auf Wikimedia commons?

Danke! Das ist top - da man hier per Klick direkt in JOSM öffnen kann. Dann muss ich nicht immer alles lokal aufheben, sondern kann die dann direkt da hochladen. Das AuswĂ€hlen bzw. Laden ĂŒber die Seite ist dann sogar fĂŒr mich einfacher, als jetzt lokal die entsprechenden Ausschnitte zu suchen :slight_smile:

Ich hÀtte auch OAM empfohlen, aus Vespucci kannst du direkt den OAM Index abfragen, man kann sich also da dann die Tipperei sparen.

Leider muss man sagen das OAM Humanitarianware ist, sprich keine Wartung, Dienst knapp am laufen gehalten, weitergehendes Interesse besteht nur insofern es einen Hebel bietet wieder mal Förderung abzugreifen.

Da ist es im Augenblick wiedermal so weit (sprich man hat wieder einen naiven Geldgeber gefunden), siehe https://community.openstreetmap.org/t/open-aerial-map-redesign-workshops-26-28-april/1272/3

Ich wĂŒrde halt darauf achten, dass du zu den Aufnahmen auch immer gleich die Genehmigungen ablegst, falls sich doch mal jemand beschwert. Die Drohnengesetze sind leider so restriktiv, dass man ohne Genehmigung fast nirgends fliegen darf, erst recht nicht ĂŒber “spannenden” Orten (beispielsweise neue GebĂ€ude, da brauchst du nicht nur die Genehmigung des EigentĂŒmers, sondern auch gleich noch von den Nachbarn, wenn du nicht garantieren kannst, deren GrundstĂŒcke weder zu ĂŒberfliegen noch zu fotografieren).

Luftbilder von Landschaften wie der Umgehungsstrasse gestern oder heute/morgen der kleine Park bei uns sind kein Problem. Will keine HĂ€user ĂŒberfliegen. UNd da meine Mini 2 unter 250g wiegt darf ich sowieso bis auf 50 m an GrundstĂŒcke dran. Bei 120 m muss ich nicht mal 100 m dran um die drauf zu kriegen. Es geht da weniger um die StĂ€dte sondern was so draussen passiert. HauptsĂ€chlich Baustellen bzw. sowas wie jetzt unsere Umgehungsstrasse der B83.

Sowas halt halt ĂŒber mehrere km:

Zu Bundesstrassen musst du aber auch 100m (oder so) Abstand halten (das gleiche fĂŒr entsprechende Wasserwege und andere Infrastruktur). Die neue Drohnenregulierung scheint aber etwas weniger strikt bezĂŒglich Überflug von Wohngebieten zu sein, sprich es könnte durchaus sein, dass ein Flug (inklusive Anflug) zur Erfassung eines Neubaugebietes oder Ă€hnliches jetzt möglich ist. MĂŒsste man natĂŒrlich abklĂ€ren (siehe https://www.gesetze-im-internet.de/luftvo_2015/__21h.html 7.c).

Aber in DE hat ihr es noch gut, wenn es nicht fĂŒr die Modellflieger wĂ€re (die haben eine ĂŒberraschend starke Lobby), wĂ€re unsere Umsetzung der EU-Richtlinie schon im Kraft die aus praktischer Sicht die Nutzung verbietet (im Augenblick haben wir eine ziemlich liberale Lösung).

Also ich lese da weiterhin 100m Abstand zu Strassen.
https://www.drohnen.de/20336/drohnen-gesetze-eu/
100 m Abstand zu Autobahnen / Bundesfernstraßen / Wasserwegen / Bahnanlagen / Oberleitungen und Kraftwerken / UnglĂŒcksorten etc. – aber Ausnahmen – 1:1 Regel bis auf 10 Meter

1:1 Regel wĂŒrde ich jetzt so verstehen: Fliege ich 10 m hoch - darf ich auch 10 m dran. WĂŒrde Sinn machen. Die AbstĂ€nde sind ja nur fĂŒr den Fall des Absturzes da. Dass die Drohne da halt nicht landet.

Und PrivatgrundstĂŒcke wurden fĂŒr Drohnen unter 250g entschĂ€rft. Da ich 120m hoch fliege + “berechtigt” (=OSM Mapping) und “die Zustimmung der Betroffenen kann nicht in zumutbarer Weise eingeholt werden” - ist das anscheinend jetzt sogar erlaubt
 Da die drohne bei der Höhe nicht hörbar ist, ich mich an 6 - 22 Uhr halte (sowieso), dĂŒrfte ich nach der Regelung ja jetzt sogar Wohngebiete shooten. Bisher habe ich sowas von z.B. Parks aus gemacht. Wenn man in der Höhe den Rand entlang fliegt, kriegt ma da schon 1
2 GrundstĂŒcke mit drauf. Obwohl man diese nicht ĂŒberfliegt.

  1. EigentĂŒmer oder Nutzungsberechtigte haben Überflug zugestimmt
  2. Drohne wiegt weniger als 250 Gramm und verfĂŒgt ĂŒber keine Kamera oder andere Sensoren zur Erfassung personenbezogener Daten
  3. Überflug findet in 100 m Höhe statt und:
  •  **Der Überflug ist fĂŒr einen berechtigten Zweck erforderlich**
    
  •   **andere öffentliche FlĂ€chen stehen nicht zur VerfĂŒgung**
    
  •   **die Zustimmung der Betroffenen kann nicht in zumutbarer Weise eingeholt werden**
    
  •   alle Vorkehrungen werden getroffen, um Eingriffe in die PrivatsphĂ€re zu vermeiden
    
  •   Betrieb findet zwischen 6:00 Uhr und 22 Uhr statt
    
  •   LĂ€rmschutzrichtlinien werden eingehalten
    

Hallo,
ist mapping fĂŒr OSM wirklich ein “berechtigter Zweck” ?
warum kannst dun die Zustimmung nicht “in zumutbarer Weise” einholen ?
welche Vorkehrungen triffst du, um “Eingriffe in die PrivatsphĂ€rezu vermeiden” ?

Immer an den Tenor dieser Regelung denken:
“WohngrundstĂŒcke sind RĂŒckzugsorte und genießen deshalb einen besonderen Schutz durch den Gesetzgeber.”

Mir wĂŒrde es jedenfalls nicht gefallen, wenn jeder mit Drohnen ĂŒber mein PrivatgrundstĂŒck oder dicht daneben fliegt um mein GartenhĂ€uschen zu kartieren oder dass jeder Spanner behaupten darf, er wolle doch nur mappen

allerdings kann jeder der es sich leisten kann mit einem Satelliten ĂŒber deinen Garten fliegen und nach Belieben Bilder schießen ohne dass es dagegen einen rechtlichen Schutz gĂ€be, die Großen lĂ€sst man laufen und die Kleinen hĂ€ngen :wink:

https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism
.

Schau dir die NRW-Luftbilder an. 15 cm Auflösung (geschĂ€tzt). Mit der Drohne komme ich auf 10. da ist kein Unterschied. Kann trotzdem aus 120 m nicht sehen ob da gerade nen mann oder frau ist der/die da rumlĂ€uft

Niemand beschwert sich dass er tÀglich von Satelliten oder Flugzeugen fotografiert wird.

Das hier ist wie die Regel bei Fotografie: hast du einzelne personen drauf, dann musst du deren EinverstÀndnis einholen.
Hast du eine Gruppe drauf, dann ist es ja unzumutbar - genau wie hier. Wenn ich 10 GrundstĂŒcke auf einem Bild habe bzw. real eher 20-50 GrundstĂŒcke am StĂŒck fotografiere (alle 5 sek auto-foto bei ca. 20 kmh fluggeschwindigkeit), kann ich mir ja nicht vorher/nachher die genehmigung von jedem holen die bilder fĂŒr mich privat zum mappen nutzen zu können.

Wie der Garten aussieht und wo jeder Gartenzwerg steht sehe ich schon so beim vorbeilaufen
oder auf den NRW-Orthofotos in der sehr hohen Auflösung. Nur sind die aber von 2018/2019
Neubaugebiete sind da nicht drauf.

Ich möchte dir dringend raten, dich rechtlich fundiert zu informieren, was du darfst, da du hier BegrĂŒndungen bemĂŒhst, die keinen Bestand haben. Achte dabei auch bitte auf die Unterscheidung, was du fotografieren darfst und was du veröffentlichen darfst — dem Vernehmen strebst du eine Veröffentlichung an.

Was du “draußen” beim Vorbeilaufen mit deinen Augen siehst, ist fĂŒr die Fotografie in der Regel von der sogenannten Panoramafreiheit gedeckt, siehe UrhG. Die sogenannte Panoramafreiheit macht allerdings zur Voraussetzung, dass keine Hilfsmittel verwendet werden: Eine Drohne ist ein Hilfsmittel, wie es auch eine Leiter wĂ€re, sodass du dich nicht auf die Panoramafreiheit berufen kannst.

Es geht nicht um die von dir empfundene Zumutbarkeit beim Einholen von Genehmigungen.

Das Themenfeld Bilder, Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte ist auch ohne Drohne schon beachtlich und es gilt auf gar keinen Fall “wo ich fliegen darf, darf ich fotografieren”!

Ich bin kein Jurist, das hier ist keine ‘Beratung’, sondern die dringende(!) Empfehlung sich eingehend selbst mit dem Thema zu beschĂ€ftigen und ggf. Fachpersonen hinzuzuziehen!

Nach meinem Wissensstand erfordert die Veröffentlichung von Aufnahmen von PrivatgrundstĂŒcken, die mehr zeigen als was von der Straße aus zu sehen ist und der Panoramafreiheit unterliegt, immer die Zustimmung der EigentĂŒmer.

Damit dĂŒrftest Du die Aufnahme vielleicht nach Drohnenverordnung erstellen, aber keinesfalls ohne Zustimmung nach DSVGO bei/fĂŒr OSM öffentlich zugĂ€nglich machen.

Wann wurdest du das letzte mal von google, Maxar, deinem Bundesland usw usw um Erlaubnis gefragt (alle veröffentlichen die Bilder)? Ausser den Pool den man im Garten stehen hat ist im Schnitt nichts wirklich erkennbar das die PrivatsphÀre tangiert.

Das mit GrundstĂŒcken wĂŒrde ich natĂŒrlich NICHT veröffentlichen. Nur Bilder wie schon oben gezeigt - von einer neu gebauten Strasse z.B. oder sonstigen nicht-privaten Örtlichkeiten.
Wenn ich so mal GrundstĂŒcke drauf habe, dann darf ich ja davon mappen, da mir die Bilder gehören.

Wie gesagt darf ich bis 50m an GrundstĂŒcke ran - aus 120 m Höhe kommen die dann automatisch mit auf’s Bild. Und das ist gesetzlich fĂŒr eine Video-/Fotodrohne erlaubt, sonst hĂ€tte man die AbstĂ€nde ja auch grĂ¶ĂŸer gewĂ€hlt.

So gesehen dĂŒrfte man ja nicht mal solche Fotos machen
hier sind einige GrundstĂŒcke sehr gut sichtbar. Und Genehmigungen da mal eben einzuholen wĂ€re totaler Irrsinn. Die kriegt man auch drĂŒben von der BrĂŒcke auch problemlos mit Handy fotografiert
z.B
 Da braucht man nicht mal eine Drohne.
https://1drv.ms/u/s!AoZm7KfJmaiIgq4Hat-LQrYuUUAniQ?e=SBtTd0

mal ne andere Frage: darf man eine Drone abschießen wenn sie in den eigenen Luftraum eindringt?
Mal angenommen man ist grade am Bogenschießen im Garten und trifft sie vielleicht sogar aus Versehen? Oder macht Experimente mit dem Wifi-Router und das interferiert mit der Fernsteuerung?

“Im Schnitt” ist keine Rechtsgrundlage :).

Ich zitiere mal aus der Drucksache 19/28009 des Bundestag um dem nicht zielfĂŒhrenden Vergleich von Drohnenbildern mit Satellitenbildern (hoffentlich) ein Ende zu bereiten:

Nur weil noch niemand geklagt hat, heißt das allerdings auch nicht, dass es in Ordnung ist - an der Stelle vielleicht der Verweis auf Max Schrems, der ja schon die ein oder andere Klage bestritten und gewonnen hat, die zuvor halt niemand angestrengt hat.

“Die Drohne muss zum einen ein PrivatgrundstĂŒck ĂŒberfliegen, zum anderen muss dieses erkennbar eingegrenzt sein (zum Beispiel eine Terrasse oder ein Garten). HĂ€lt sich die Drohne ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum auf dem GrundstĂŒck auf, dĂŒrfen Sie diese abschießen. Dies gilt erst recht, wenn die Drohne Personen verfolgt.”

Wenn du mit einem Bogen so weit nach oben schießt dass du eine drohne treffen könntest, dann hast du eine viel dickere Strafe verdient, als der Drohnenpilot, da du grob fahrlĂ€ssig handelst
so von wegen Menschenleben auslöschen :roll_eyes:

Wenn ich deine Argumentation richtig verstehe, leitest du aus der Flugerlaubnis eine Erlaubnis zum Fotografieren/Filmen ab? Das könnte ziemlich teure Folgen fĂŒr dich haben.

Ja, genau. Solche Fotos darf man nicht ohne eingeholte Genehmigungen machen.

Es kommt nicht darauf an, ob du das fĂŒr Irrsinn hĂ€ltst.

Nein.

Vielleicht ganz allgemein zur Zulassung von Drohnen, dem Betrieb einer Drohne und dem Fliegen einer Drohne: Auf www.dipul.de finden sich die fĂŒr DE notwendigen Voraussetzungen, u.a. die Notwendigkeit der Registrierung als Betreiber (z.B. Drohne mit ‘Sensor’ (Kamera)) und notwendigem Versicherungsschutz.