Netzwolf
(Netzwolf)
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Moins,
Man muss wissen, was man damit anstellt. Als ich die großen weißen Flächen in den Alpen bemerkt und dann von den SRTM-Daten erfahren habe, habe ich diese benutzt, um mit einem zweidimensionalen Gauß-Fit die Lage von Gipfeln zu bestimmen. Dazu habe ich alle Gipfel vereinfacht als Gaußkurven-Rotationskörper angesehen.
Die dabei bestimmten Positionen sind umso genauer, je genauer der Berg diesem Modell entspricht. Bei anständigen Bergen bis metergenau. Da sich die Natur aber erschreckenderweise nicht meinem Modell anpassen will, liege ich bei ungehörigen Bergformen auch schon mal 50 oder 100m daneben.
Ich denke, dass Du dazu ein Modell brauchst, wie die einzelne Zahl, auf die eine Rasterzelle reduziert wird, aus der Detailstruktur der Rasterzelle entsteht. Möglicherweise gibt die NASA darüber Auskunft? Daraus kannst Du (immer möglicherweise) Grenzgrößen für Strukturen ableiten, unterhalb derer sie sicher nicht mehr abgebildet werden oder oberhalb derer sie sicher abgebildet werden.
Ohne Kenntnis dieser Modellbildung kann Dir das oben erwähnte Nyquisttheorem zu (schwächeren) Abschätzungen verhelfen: um eine Geländeerhebung oder eine Geländesenke sicher zu erkennen, muss die mindestens so groß sein wie eine Rasterzelle. Zur Veranschulichung: betrachte einen Schnitt durch das Gelände und einen sinusförmigen Geländeverlauf: dann musst Du mindestes einmal im oberen Teil und einmal im unteren Teil des Sinus abtasten, umd die Schwingung zu erkennen.
Diese Grenzen beschränken schon die Erkennung von Höhendifferenzen.
Jetzt zur Höhendifferenz. Nehmen wir mal an, der Rasterzellenhöhenwert beschreibt exakt die Höhe in der Mitte der Rasterzelle (sag das nicht der NASA, ich will nicht gesteinigt werden). Nehmen wir weiterhin an, dass der Höhenverlauf zum Mittelpunkt der Nachbarzelle monton verläuft. Dann bleiben immer noch die extremen Verläufe: direkt neben dem Mittelpunkt der niedrigen Zelle steigt das Gelände senkrecht an auf die Höhe der Nachbarzelle, oder es verläuft flach bis kurz vor den Mittelpunkt der Nachbarzelle und steigt dann senkrecht an. Damit ist die Lageungenauigkeit einer Höhenlinie so groß wie der Abstand der beiden Zellenmittelpunkte. Damit könnten alle Höhenlinien zusammenfallen. Und damit ist nur noch eine Höhenlinie sinnvoll. Eine möglicher Wert für einen sinnvollen vertikalen Abstand zweier Höhenlinien wäre damit der (maximale) Höhenunterschied zwischen zwei benachbarten Rasterzellen. Sieht in der Watzmann-Ostwand übel aus 
Edit: Signal/Rausch-Verhältnis verbessert.
Gruß Wolf