Ein blinder OSM-Aktiver mit einem Blindenhund sagte mir mal, für ihn sei es sehr hilfreich, zu wissen, wo sich im öffentlichen Raum kleine, geeignete Grünflächen befinden. Blindenhunde pinkeln nicht nicht einfach in die Gegend. Die melden das an und Herrchen muss dann einen geeigneten Platz suchen. Gut, wenn man dann eine Karte hat, die sowas ansagen kann.
Ok, begrünte Tramstrecken sind in dem Fall vielleicht kein gutes Beispiel, aber für alle, die sich fragen, ob das eine oder andere es wert ist, gemappt zu werden…
Rasengleise zu mappen, finde ich gut, aber surface als Eigenschaft des Gleises finde ich irgendwie unpassend. Das ist ja eher die Oberfläche der Umgebung als des Gleises (der Schienen) selbst.
Mir ist so, als hätten wir für Rasengleise mal einen eigenen Tag gehabt, analog zu railway:ballastless für eine feste Fahrbahn. Aber anscheinend hab ich mir das eingebildet, finden kann ich ihn jedenfalls nicht mehr.
Wie steht ihr zu so einem eigenen Tag, z. B. railway:green_track = yes?
Also ich hatte die Tage genau daran gedacht, wie man die Info erfassen könnte. Allerdings wäre mir spontan so etwas wie railway:tracktype=[solid|grass|paving_stone] lieber, damit nicht dutzende sekundär-Tags erstellt werden und man die bestehenden surface tags weiterverwenden kann (ggf. hier solid durch concrete ersetzen)
Das Wort tracktype ist wahrscheinlich zu allgemein. Einen besseren Vorschlag hab ich nicht.
Bei den Werten würde ich nicht die Vielfalt der surface-Werte übernehmen. Wenn das Gleis über eine Straße verläuft, kann der surface-Wert ja am highway detailliert getaggt werden. Aber für die Bauform der Straßenbahnstrecke interessiert es eher nicht, ob zwischen den Schienen grass, ground, earth oder dirt liegt. Ich denke etwa an die folgenden Kategorien:
Straßenbelag bis Oberkante der Schiene, also (unabhängig von der rechtlichen Lage) durch Autos befahrbar, i. d. R. als Rillenschiene
Grüngleis, nicht nur mit Rasen, sondern auch anderem Grünzeug (Bsp.)
“normal”, also freiliegende Schwellen
Allerdings dürften die Grenzen zwischen 2. und 3. hier schon fließend sein, spätestens im Ausland (Bsp.).
Wieso ich explizit auf die surface Werte gegangen bin: Ich kenne einige Stellen, bei denen die StraBa straßenbegleitend verläuft und die Info bspw. für Blaulicht-Orgs / bzw. Blaulicht-Navis nutzbar sein kann, diese dann als befahrbar zu makieren.
Konkretes Beispiel aus Darmstadt: Straßenbahn hier könnte nach Westen statt der einspurigen, entgegengesetzt verlaufenden Einbahnstraße die Straßenbahngleise befahren werden, da diese gepflastert und höhengleich verlaufen.
Was ggf. auch noch einen Unterschied macht: Ist der Belag eben zur Gleisoberkante oder liegen die Gleise erhöht. Das würde bei gleichem Belag natürlich einen Unterschied zur Befahrbarkeit bedeuten.
Nachdem ich mich jetzt etwas durch das Wiki gesucht habe: Am einfachsten wäre wohl die Nutzung von embedded. Ggf müsste man die Definition etwas anpassen, dass das nicht nur bei Schienen genutzt wird, die in einem gemeinsamen Straßenraum verlaufen (also highway=* und embedded_rails=*), sondern auch für unabhängig verlaufende Schienen.
Ich kann verstehen, woher die Argumentation kommt (ich denke daher auch der Daumen runter zu meinem Vorschlag oben). Mir ist jedoch der landuse zu allgemein und zu groß. Spätestens bei mehreren Gleisen nebeneinander verlierst du den Bezug zum einzelnen Gleis.
Ich weiß nicht, ob mein Anwendungsfall (Blaulicht-Routing) zu ungewöhnlich ist, aber dafür sehe ich die Info, wie der Gleisunterbau jeweils aussieht (Material und Form), am Gleis deutlich besser aufgehoben, als in der Fläche drumherum. Und spätestens die Info, ob die Schienen erhöht oder ebenerdig sind, ist mMn eine Info, die direkt ans Gleis gehört.
Ballastless verstehe ich als “ohne Schotter”. Was ja auch stimmt. Zwischen den Gleisen dort wächst definitv Gras. Das Beispiel zeigt deutlich, daß man sich über das Tagging von Rasengleisen wirklich mal Gedanken machen sollte. Andere haben damit offensichtlich auch Probleme.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Das Gras wächst heißt nicht automatisch, dass da kein Schotter ist. Bei Rasengleisen kommen beide Varianten vor: Feste Fahrbahn (schotterloses Betonbett) und klassisches Schotterbett.
Das passiert, wenn man sich an einen anderen Topic dranhängt. Deine Frage hat mit der Ausgangsfrage eigentlich nur wenig zu tun.
Da Straßenfahrzeug-Routing für gewöhnlich nicht über railway erfolgt, ist es m.E. wenig zielführend, diese Information (also Gras oder kein Gras) direkt am railway zu haben. Das embedded hilft da schon mehr, weil es da um das Einbau-Niveau geht.
Zielführender wäre es, für (mit Straßenfahrzeugen) befahrbare Gleisbetten einen highway=* als Sonderweg einzufügen[1]. Ich würde das aber auch nur machen, wenn dies explizit für Einsatzfahrzeuge freigegeben ist und kein parallel verlaufender highway ohnehin schon vorhanden ist, der für das Routing genutzt werden kann.
Hier in Augsburg gibt es bei befahrbaren Straßenbahngleisen stets noch ein highway, auch weil diese Gleise dann meistens auch von Bussen benutzt werden.