Tordanik
(Tobias Knerr)
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Auch für mich gibt es eine gewisse Schnittmenge zwischen den Gründen, warum ich zu OSM beitrage, und den Gründen, warum ich Facebook & co bewusst nicht nutze. Gleichzeitig verstehe ich, dass man Leute über die Dienste erreichen will, die sie aktuell benutzen.
Um diese Gratwanderung hinzubekommen, ist es aus meiner Sicht ein guter Grundsatz für Social-Media-Arbeit in Projekten aus dem “Open”-Dunstkreis, dass zumindest keine Inhalte exklusiv in Social Networks bereitgestellt werden sollten. Einen Beitrag z.B. von blog.openstreetmap.de auch bei Facebook und Twitter zu verbreiten ist das eine, aber man sollte nicht dazu beitragen, den Druck zur Nutzung solcher Dienste weiter zu erhöhen (nach dem Motto “wenn du nicht bei Facebook bist, verpasst du die neuesten Infos zu OSM in Deutschland” oder “das ist jetzt Community-Konsens so, haben wir in der Facebook-Gruppe besprochen”).
Da Nakaner nicht im Verdacht steht, ein glühender Fan von Facebook zu sein, mache ich mir da zwar keine gesteigerten Sorgen. Ich denke aber, es würde nicht schaden, wenn man so ein Prinzip von vornherein als Grundlage der Arbeit eines Social-Media-Teams verankert.