Ebbe73
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Ja, erst durch das Hinzufügen von Tags/Attributen wie highway und width wird aus einem Way aus Nodes eine Straße. Daher ist es auch logisch, daraus gleich die Aussage zu ziehen, dass eine die gleichen Nodes nutzende Fläche daneben anfängt. Bei getrennten Punkten muss man dies letztendlich doch trotzdem machen: kaum eine Fläche wird in OSM so genau gezeichnet, dass sie in dem realen Abstand von der Straßenmittellinie beginnt. Also muss man auch hier den Schritt machen: wenn eine Way mit den Attributen einer Straße eingezeichnet ist und in irgendeinem Abstand von ein paar Metern daneben die Punkte einer Fläche liegen, heißt dies, dass die Fläche direkt neben der Straße beginnt. Nur könnte diese Überlegung ein automatisiertes Programm hier deutlich schwerer fällen, als im anderen Fall mit gemeinsamen Punkten.
Gerade aus Gründen der Fehlerkorrektur bevorzuge ich gemeinsame Punkte drastisch und bin im anderen Fall immer wieder am Fluchen. In der Stadt, wo man mal eben zwei bis drei Stellen verbessert, gehen getrennte Punkte natürlich schneller. Wenn man aber am oder im Wald z.B. nach einer MTB-Tour 70 km Wege hinzufügt oder korrigiert, Lichtungen ergänzt, Konturen und Verläufe verbessert, ist man immer gleich mit mehreren hundert Punkten dabei. Ob ich in der Stadt fünf oder zehn Minuten brauche, ist mir egal. Ob ich im Wald aber beim Nachbearbeiten einer Straße eine oder drei Stunden brauche, macht für mich einen Unterschied aus. Daher kenne ich auch keinen Mapper, der bei beim Anlegen und Optimieren wirklich großer Felder, Waldgebiete, u.ä. getrennte Punkte für Wege, Straßen und Flächen nutzt. Das lässt sich dort einfach nicht effektiv handhaben.
Ich finde eine sich tendenziell abzeichnende Entwicklung aber ok: in Städten und bei kleineren Flächen nutzen immer mehr Personen Flächen mit getrennten Punkten, bei großflächigen Gebieten bleibt es bei verbundenen Flächen und auch keiner Auftrennung an Straßen. Nur die Übergangsstellen sind ein Problem.