Nunja, es kommt drauf an, wie man das angeht.
obstruction=* nennt die Ursache für eine Verkehrsbehinderung, die gegebenenfalls mit einem entsprechenden Verkehrszeichen auf der Karte dargestellt werden kann.
Je nach Art der Behinderung lassen sich die Ereignisse gruppieren und dazu passende Schemata entwickeln. Dabei kann man ein einfaches Grundschema verfolgen.
(1) Bei Behinderungen durch öffentliche Veranstaltungen wie obstruction=Kirmes, Weihnachtsmarkt, Wochenmarkt, Flohmarkt, Karnevalszug etc würden Erweiterungen wie obstruction:time und obstruction:access= Sinn machen. Damit ließe sich darstellen, wann mit welchem Ereignis zu rechnen ist und welche access-Bestimmungen dann gelten.
(2) Bei Behinderungen durch temporär auftretende Gefahren wie obstruction=Wildwechsel/Schwerlastverkehr/Werksausfahrt/Viehtrieb wird angegeben, ob ein Zeitfenster für das Auftreten der Behinderung erkennbar ist oder nicht. Wenn ja, paßt auch hier wieder obstruction:time=* . obstruction:access=* ist bei solchen Verkehrsbehinderungen wohl eher überflüssig.
(3) Wird die Verkehrsbehinderung durch einen eine räumliche Beengung hervorrufenden Gegenstand oder ein den Verkehrsweg schädigendes Ereignis hervorgerufen, entfällt möglicherweise obstruction:time=. obstruction:access= könnte dagegen sinnvoll eingesetzt werden und weist wie in (1) auf eine der Sondersituation angepaßte Ausnahmeregelung hin.
Variante: Wird ein Verkehrsweg auf absehbare Zeit räumlich eingeengt z.B. obstruction=Baustelle macht obstruction:time=* wieder Sinn. Ob obstruction:access=* Sinn macht, hängt von der Situation vor Ort ab. obstruction:width_max=* , obstruction:height_max= * oder obstruction:max_speed könnten ebenfalls Sinn machen.
Das sind drei obstruction-Typen, die mit vielen Namen versehen werden können, aber letztlich alle mit ähnlichem Muster nach Bedarf getagt/beschrieben werden. Ich sehe da jetzt nicht das Problem eines endlos ausufernden Taggingschemas.
obstruction=tidal_water fällt aus diesem Schema heraus, wenn man die Problematik differenziert erfassen möchte. Welches oder welche der oben beschriebenen keys letztendlich sinnvoll eingesetzt werden können, muß der mapper entscheiden, der vor Ort die Daten erfaßt. Bei dieser Entscheidung hat er völlig freie Hand.
Als erste (wie heißt es so schön?) “unschädliche” Maßnahme schlage ich vor, bei zeitweise überspülten Straßen das Tag obstruction=tidal_water zu setzen. Das läßt sich problemlos in ein Overlay (z.B. blaue Querstriche) umsetzen.
Erweiterungen sind dann immer noch möglich.
Gruß
tippeltappel