Genau diese Art der Nutzung macht das access-Tag mehrdeutig und unbrauchbar. Es ist eben ein Unterschied ob ein Weg de facto verboten oder aufgrund der Meinung eines einzelnen Mappers für irgendwen als nicht benutzbar eingestuft wird. Es nervt total, wenn z.B. Reitverbotschilder auf der Karte auftauchen, wo es gar kein Reitverbot gibt! Wie soll ein Renderer erkennen, wann auf einem mit horse=no getagten Weg reiten verboten ist und wann der Weg nach Meinung eines Nichtreiters zum Reiten “ungeeignet” ist? Aber egal. Mach es, wie Du meinst. Die Diskussion um die Verwendung des access-Tag braucht man nicht mehr führen. Das wurde schon ausreichend abgehandelt.

Wenn im Zusammenhang mit barrier=*** xyz=no getaggt wird, wird das access-Tag genau betrachtet gar nicht benutzt. Mag sein, daß viele es gedanklich damit in Verbindung bringen. Doch hier wird lediglich ausgedrückt, wer genau das Hindernis nicht passieren kann. Nicht mehr und nicht weniger.

Für Wege gelten jedoch gesetzlich geregelte Nutzungsrechte, die auf einer Karte zum Ausdruck gebracht werden können müssen. Dafür ist das access-Tag das einzige brauchbare Werkzeug.

Deine Meinung sei Dir unbenommen. Deine Argumente überzeugen mich aber nicht.

Das ist so meines Erachtens nicht zuende gedacht. Wenn Value eindeutig gewählt wird, können daraus für die Wirkung der Behinderung eindeutige Schlüsse gezogen werden.
Des weiteren ist es jedem freigestellt ein weiteres key anzuhängen:
obstruction:time= *
und damit wie bei der Erfassung von Öffnungszeiten anzugeben, in welcher Zeit mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.
Für den Fall, daß es keine erfaßbaren Zeiten gibt, jedoch der Zeitfaktor wie beim Tidenhub von Bedeutung ist, die nächste Idee:
Ins Obstraction-Schema würde auch noch obstraction:info=*** oder so etwas ähnliches passen. Value könnte eine Telefonnummer oder eine Webseite sein, wo man Informationen z.B. über den Tidenhub oder Hochwasserstände abrufen kann.

Die keys url=* und wikipedia=* gibt es ja schon. Dort könnte man dann zusätzlich allgemeine Informationen über die Straße, oder das Gelände um die/das es gerade geht finden, bzw. sie zuvor selbst hinterlegen.

@ Michelwald
Das könnte auch eine Antwort auf Deine Frage sein.

@ EvanE
Im Gegensatz zu Deiner persönlichen Interpretation des key-Wortes obstruction findet man hier
http://dict.leo.org/?lp=ende&from=fx3&search=obstruction
den Begriff in der Kombination
obstruction of traffic = Verkehrsbehinderung
Da keys und values gerne mit verkürzten Begriffen arbeiten, wird man aber wohl kaum als key “obstraction of traffic” benutzen. Außerdem würde das eine Einschränkung für die Verwendung darstellen.

Gerade weil der Begriff obstraction in vielen weiteren Kombinationen gebräuchlich ist, scheint er mir bestens als key-Wort geeignet. Mit Hilfe der values können dann in den unterschiedlichsten Zusammenhängen sowohl temporäre als auch für längere Zeit andauernde Nutzungseinschränkungen jedweder Art an Wegen und Flächen ausgedrückt werden. Denkbar wäre auch, an einer Straße oder einem Parkplatz jährlich wiederkehrende Ereignisse zu mappen, die eine Verkehrsbehinderung darstellen. Z.B. obstraction=Weihnachtsmarkt obstraction:time=Dezember usw.

Deine Vorschläge sollte man in die Value-Liste aufnehmen, so daß mit diesen Begriffen die Ursache z.B. für die Verkehrsbehinderung bzw. Nutzungseinschränkung differenziert erfaßt und nach Belieben von den Renderern ausgewertet werden kann.

Das System, wird es logisch durchdacht, läßt sich in verschiedene Richtungen erarbeiten.

hazard=xyz
Ist ein Node-Tag und wird benutzt, um besondere Gefahrenstellen zu beschreiben.
Auf der Wander-Reit-Karte wird der als Value eingegebene Text auf der Karte ausgegeben, damit der Anwender erkennen kann, was da los ist:
http://topo.openstreetmap.de/?lon=6.4977&lat=50.5769&zoom=17
http://topo.openstreetmap.de/?lon=6.5411&lat=50.5392&zoom=18

Als way-Tag ist das nur geeignet, wenn von einem Weg eine besondere Gefahr ausgeht. Im Fall der Überflutungsgefahr mag das zusätzlich passen. Ich würde es aber nicht so allgemein für jeden Weg nutzen, der von Zeit zu Zeit überschwemmt wird, sondern es besonderen für Ortsunkundige nicht offensichtliche Gefahren nutzen. Angebracht fände ich ein hazard-Tag z.B. an Stellen im Watt, wo man als Ortsunkundiger unbemerkt von der Flut eingeschlossen werden kann. Beispiel:
hazard=Rückweg zum Festland ist xxmin nach Flutbeginn abgeschnitten
Dann ist man gewarnt und weiß, daß man sich sputen muß, wenn in den Prilen das Wasser wieder Richtung Land fließt.

Gruß
tippeltappel