Das halte ich für unnötig kompliziert. Vor allem deshalb, weil - mir zumindest - kein Fall in den Sinn kommt, wo das zusätzliche Informationen transportiert. Soweit es um das Modell “andersartige Fläche innerhalb einer größeren Fläche” geht, sind Multipolygone im Grunde genommen überflüssig, denn mit einer ganz simplen Regel lassen sich alle Fälle erschlagen:
Das funktioniert auch beim Park im Wohngebiet oder dem See im Wald, in dem wiederum eine Insel liegt. Und die Praxis zeigt, dass die meisten Renderer kein Problem damit haben. In diesen Fällen dienen Multipolygone doch nur dazu, die genannte Regel nochmals zu bestätigen, und den Renderer von der aufwendigen Arbeit zu entlasten, die Schnittmengen aller Flächen zu berechnen.
Daher finde ich es wirklich übertrieben, für jede Fitzelfläche mit Multipolygonen zu hantieren.
Damit nicht der Eindruck entsteht, ich hätte was gegen Relationen: Ganz im Gegenteil, ich verwende sie gern. Ich finde es beispielsweise schade, dass sich die Stimmung gegen meine geliebte associatedStreet-Relation zu wenden scheint.
Aber Relationen sollten kein Selbstzweck sein, sondern nur eingesetzt werden, wenn sie tatsächlich Informationen transportieren, die nicht ohnehin schon in den Daten stecken.
Ich habe auch noch nie gesehen, dass ein Renderer das falsch macht. Ganz im Gegenteil muss ich süffisant anmerken, dass praktisch alle Renderer Probleme mit Multipolygonen haben.
In meiner Gegend laboriert Osmarender gerade mal wieder verzweifelt an einem Wald-Multipolygon rum, das eigentlich ganz simpel ist.