Nun, ich finde es nicht gerade förderlich, wenn man Inkompatibiltäten direkt zu einem Konflikt führen. Und gerade dass mit der Betretbarkeit von Flächen ist doch ein Riesenthema. Nicht nur bei Busbahnhöfen. Da reichen ganz einfache Beispiele: Ein Wanderparkplatz ist als Punkt getaggt und liegt neben einem Waldweg. Jetzt löscht jemand den Waldweg und zeichnet den Parkplatz als Fläche ein - aber ohne Zufahrtswege (die ja auch nicht markiert sind). Und schon hat man das schöne Problem, dass man einen seltsamen Zwischenstatus erreicht hat und andere Arbeitsergebnisse kaputtgeschossen sind.

Und ich weis auch nicht, was von den Kartenerstellern da eigentlich verlangt werden soll. Man kann ja nicht jede beliebige Ausnahme zur generellen Regel erheben, weil dass ja im Zweifelsfall zu hunderten false- positivs führt. Und davon gibt es auch schon mehr als genug.

Für mich liegen mit den als Flächen gemappten Strasseninfrastruktur einfach zwei Ansätze übereinander, die nur schwer miteiander kompatibel zu kriegen sind. Ohne die Linienabstraktion gegen ganz wesentliche Dinge einer Karte verloren - Strassen sind in hohen Zoomstufen natürlich viel grösser als die von Ihnen eingenomme Fläche.

Ich empfinde, dass das eintragen von “sinnvollen Linien” hier nicht unbedingt reines tagging für den Renderer ist. Es gibt auch viel zu viele Ansätze, wie das Problem umschifft werden kann. Selbst fand ich den Vorschlag mit einen wie auch immer umgesetzten “virtual” tag an der Hilfslinie eigentlich am logischten.

Denn ich finde sehr wohl, dass das Tagging auf die Möglichkeit zur Abstraktion Rücksicht nehmen muss. Eine Karte im Masstab 1:1 ist ziemlich nutzlos und die Kernfunktion ist es ja gerade, einen Überblick zu gewinnen und zu generalisieren.

Und an diesem Thread stört mich, dass gleichzeitig das Argument “sieht beschissen aus” und “wir taggen nicht für den Renderer” verwendet wird - was ich absurd finde, denn eigentlich sagt man damit ja “wir taggen nur für den Hauptrenderer”.