Alternatives tagging Streuobstwiesen: landuse=meadow mit landcover=trees

Wurde schon einmal darüber nachgedacht, einen völlig anderen Ansatz zu wählen – ganz ohne meadow_orchard? Mit den vorhandenen OSM‑Bordmitteln lässt sich eine Streuobstwiese vollständig abbilden, ohne dass der Begriff „orchard“ überhaupt vorkommt.
Die Grundstruktur ist schlicht:

landuse=meadow
landcover=trees
trees=apple_trees;pear_trees;…
Damit ist klar: Nutzung = Wiese, Bewuchs = Obstbäume.
Das entspricht genau dem, was Streuobstwiesen in der Realität sind.

Für Obstplantagen sieht die Struktur anders aus:

landuse=orchard
landcover=trees;scrub
trees=apple_trees;cherry_trees;…
produce=apple;cherry
Nutzung = Obstbaufläche, Bewuchs = Reihenpflanzung bzw. Plantagenstruktur.

Beide Fälle lassen sich mit bestehenden Tags sauber abbilden, ohne ein zusammengesetztes Sekundär‑Tag wie meadow_orchard zu verwenden. Vielleicht lohnt es sich, diesen Ansatz einmal als Alternative in Betracht zu ziehen.

Willkommen im Forum. Es gibt hier auch eine Suchfunktion. Da findet man diverse Diskussionen, wie um Beispiel
https://community.openstreetmap.org/t/mal-wieder-streuobstwiese

Das ist das Gegenteil von KISS.
Wenn man die Obstsorten nicht kennt, dann kann das auch eine Steppenlandschaft sein, auf dem unter Waldbäumen ein Hirte seine Schafe hält.

Edit: Ich hatte mich von “New Member” und der Fragestellung vorschnell dazu hinreißen lassen, dass Du neu hier wärst - was ja nicht der Fall ist.

eine solche Landschaft ist in Europa: natural=grassland + grassland=steppe. Hast du zu meinem Thema “Vorschlag für das alternative Tagging von Streuobstwiesen” eine Meinung?

So genau sieht die Realität halt nicht aus.
Ich lebe in einer Streuobstregion und Nutzung als Wiese findet hier zu erheblichem Teil nicht mehr statt. Da wird teilweise überhaupt nicht mehr gemäht oder einmal im Jahr und dann wird das Gras zum Grünmüll gefahren. Aber wenn man nicht so pingelig sein will, geht das vielleicht auch als landuse durch :nerd_face:.
landcover=trees geht auch nicht schmerzfrei durch, denn die Bäume stehen oft weit mehr als 10 m auseinander (daher "Streu"obst).

Das tagging mit meadow_orchard bzw. orchard_meadow hat sich erst nach längerer Diskussion herausgebildet und völlig glücklich war wohl niemand mit diesem Kompromiss, aber was besseres stand halt auch nicht zur Debatte.
Ein nun deutlich anderer Ansatz dürfte eine ähnlich schwere Geburt werden, da insbesondere international noch weitere Ansichten hineinspielen.

Was soll der Vorteil gegenüber dem etablierten, dokumentierten und vielfach genutzten (20K gemäß Taginfo) meadow=meadow_orchard sein? Ich sehe hier weder eine Vereinfachung des Taggings noch eine Verbesserung der Datenqualität.

Einfacher als mit meadow=meadow_orchard lässt sich eine Streuobstwiese kaum erfassen. Das vorgeschlagene landcover=trees gibt dagegen den tatsächlichen Character der Landbedeckung nur halb wieder. Korrekt müsste es heißen landcover=grass;trees. Und ohne zusätzliches Tagging der Obstbaumarten habe ich auf diesem Wege keine Streuobstwiese definiert, sondern lediglich eine Wiese, auf der ein paar Bäume stehen. Es bedarf also nach Deinem Vorschlag zweier Tags, wo bisher eins reicht.

Von mir daher ein klares :-1: .

Edit: pyram hat es mit

bereits auf den Punkt gebracht.

Reicht das nicht als Meinungsäußerung?
Ansonsten schließe ich mich vorstehender Äußerung von Map_HeRo an.

Das zusätzliche tree_density ist, auch wenn dein LLM da eine Definition von X Bäum pro Hektar entworfen hat trotzdem aufwändig zu erfassen.

Interessehalber mal gefragt: Wie machst du das? π×:eye:?

„meadow_orchard mischt Wiese und Obstgarten in einem einzigen Wert – für viele international ein semantischer Widerspruch.
Mit landuse=meadow + landcover=trees ist sofort klar: Wiese mit Bäumen.
Und erst damit lässt sich die Baumdichte erfassen: locker, mittel, dicht oder unregelmäßig.
Das ist ein echter Informationsgewinn, den meadow_orchard bisher nicht ermöglicht hat.“

Auch Wildblumenwiesen, die nur ein- oder zweimal im Jahr gemäht werden, werden als landuse=meadow (+ meadow=wildflower) gemappt.

Da die Bäume nicht so dicht stehen, kann man sie auch einzeln mit natural=tree erfassen. Dann kann man an jedem Baum auch die Sorte erfassen. Das wäre ein erheblicher Informationsgewinn.

„Der Hinweis zu wildflower‑meadows betrifft Flächen ohne Baumbestand.
Bei Streuobstwiesen geht es aber genau um die Kombination aus Wiese und Bäumen.
Darum bleibt landuse=meadow bestehen, wird aber durch landcover=trees ergänzt – und bei verbuschenden Flächen optional meadow=transitional.
Das entspricht exakt dem Wiki.“

Ich bezog mich auf den Hinweis von @seichter bezüglich landuse.

meadow_orchard fasst die Wiese und den Obstgarten in einem Tag zusammen. Einfacher geht’s nicht. Und dafür, dass das für viele international ein semantischer Widerspruch ist, hast Du sicher einen Beleg, den Du verlinken kannst?

Man kann den entsprechenden Key wood:density problemlos an den meadow_orchard taggen, oder wie @OSM_RogerWilco bereits schrieb, gleich die einzelnen Bäume mappen. Für beides bedarf es keinen landcover=trees.

Kannst du bitte(!) selbst schreiben und uns mit der “Argumentation” deines LLM verschonen!

Hat er idR nicht, da er sich praktisch alles von einer Autokorrektur vorschreiben lässt und diese liefert ihm meist nur Text…

Argumente hier im Forum scheinen @ticki_52 auch nur am alleräußersten Rande zu interessieren da er mit seinen aktuellen Ideen rund um Backnang einfach weitermacht obwohl hier von allen Antwortenden signalisiert wurde, dass das aktuelle orchard tagging so genutzt werden sollte…

Hmmm, wieso erinnert mich das nur an

Vorschlag: Vereinfachtes und einheitliches Wald‑Tagging (Draft im Wiki) - #34 by chris66

Kundenparkplätze vs. betriebliche Ausstellungs- und Abstellflächen bei Autohäusern

Offensichtlich problematische Bearbeitungen im Thüringer Wald

??
:thinking:

„Saubere Argumentation und klare Formulierungen helfen uns allen, komplexe Themen verständlich zu machen und voranzubringen.
Es geht um die Sache, nicht um die Stilfragen.
Und zur Klarstellung: Alle fachlichen Inhalte meiner Beiträge stammen zu 100 % von mir.“

Wie bereits an anderer Stelle festgestellt, geht es hierbei nicht um Stilfragen. LLM zu nutzen, um einen sauberes strukturiertes proposal zu schreiben halte ich durchaus für in Ordnung.

Das Problem hier ist, wie bereits in früheren Diskussionen festgestellt, dass Du hier scheinbar einem Taggingvorschlag folgst, der durch LLM entwickelt wurde.

Und das zweite Problem ist, dass Du mal wieder bereits umfangreich etabliertes Tagging auf den Kopf stellst und als allererstes großflächig anwendest, ohne vorher die community zu konsultieren.

Bei ganz vielen Änderungen vor einem Jahr hast Du neben dem von Dir bevorzugten landcover=trees das etablierte meadow/orchard=meadow_orchard erhalten oder bei Neuerfassung mit ergänzt. Damit kann ich leben, das ist nicht wirklich falsch, auch wenn kaum zusätzliche Informationen enthält, weil das landcover im meadow_orchard implizit ist.

Inzwischen hast Du aber angefangen, das etablierte tagging als meadow_orchard wegzulassen oder sogar zu löschen. Ich habe hierzu bereits über 100 Fälle gefunden. Und DAS ist ein Vorgehen, das sowas von falsch ist!

Und inhaltlich ist es eben oft Quark wie diverse Diskussionen in anderen Threads und Changesets zeigen.

Weiter fehlt bei den per copy&paste eingefügten Texten sehr oft jeglicher Beleg von Behauptungen.

Zum letzten Mal: Was diese aufgeblasenen Statistikmodelle von sich geben ist nichts weiter als das statistisch wahrscheinlichste. Dummerweise versuchen wir bei OSM die Welt abzubilden was ziemlich wirr sein kann und dann nutzen wir dafür auch noch einen zumindest in Ansätzen anarchischen Ansatz um Eigenschaften zu definieren und da können die Modelle einfach nicht mit um.

Mach uns bitte allen das Leben leichter und lass die Finger von dem Rotz. Im Hintergrund machen Scraper, die die Modelle mit Trainingsdaten versorgen nämlich so ganz nebenbei unglaublich viel Ärger für Projekte wie OSM. Du hilfst also AKTIV mit das freie Web zu zerstören. Danke.