Aktueller Beitrag im MDR zu Wanderwegen in der Sächsischen Schweiz unter Bezugnahme auf OSM

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/freital-pirna/news-saechsische-schweiz-bergwacht,wandern-unfall-100.html

Ausgewogen und reflektiert, wenn ihr mich fragt

Ob das der Beitrag ist, für den @Jochen_Topf neulich jemanden gesucht hat:

Beitrag @ (18:45):

Wie werden diese “Einstiegspunkte” zu schwierigen Passagen in OSM gemappt?

Das würde ich vom @Mathi auch gerne wissen, da am Anfang(snode) des betroffenen (bzw im Video gezeigten) Pfades keine entsprechende Eigenschaft hinterlegt ist.

Aber für mich sieht das wie ein halb hoher Zaun aus, also barrier=fence

Tag:path=climbing_access – OpenStreetMap Wiki
und das ist wie im Video genannt auch hinterlegt

siehe auch:
Climbing – OpenStreetMap Wiki

Approach
The tag path=climbing_access should be used for paths dedicated to access climbing crags, not for general hiking.
Tag approach paths using access=destination within nature reserves etc. where leaving of hiking paths is forbidden.[5]

am nächsten käme m.E. noch das barrier=stile, aber eben auch nicht so wirklich.

Ja, das ist er.

Habe ich auch erst überlegt, aber stile ist nach meinem Verständnis eine “Überstiegshilfe” bei einem Zaun (-hindernis).

Nachtrag: aber stimmt schon, da barrier=fence bei vielen Routern als “Blockade” (hier kommst du nicht durch, was aber ja eigentlich die Domäne von access sein sollte) behandelt wird, ist es auch nicht so wirklich richtig, auch wenn es für mich immer noch ein “Zaun” ist, den ich objektiv sehe.

Wie man im Video sehen kann ist da rechts und links davon auch eine richtige barrier. Dass es an dem Zugang niedriger ist, ist ja genau deswegen, damit man den Zaun übersteigen kann. Was sinngemäß dem stile entspricht, wörtlich ziemlich genau als “Übertritt” zu übersetzen.

Der Weg ist ein Kletterzustieg, von denen im Nationalpark Sächsische Schweiz mehr als hundert Stück anzutreffen sind. Wie diese einheitlich eingetragen werden, ist im Wiki erklärt. Insofern passt das dort so und ist für den Beitrag verkürzt erklärt.

access=destination stimmt doch eigentlich nicht, oder interpretiert ihr das Schild als Verbot mit Ausnahme? Ich hätte es eher als Warnung gelesen vorsichtig zu sein, bzw. sich der Gefahren bewusst zu werden

Weltweit gibt es davon um die 2000. Von den vielen vielen Auswertern interpretiert das ein einziger. Ich glaub auch, dass da nur die drastische Methode bleibt. Wie breit malt man dann aber die Lücke? Es gibt ja auch Leute die die Daten als Karte anschauen, und die sehen 1m Lücke eventuell gar nicht? (Im Unterschied zu einem Router.)

Das ist aber kein Datenproblem, sondern ein Darstellungsproblem.

Ich nehme mal, dass betrifft die Unterbrechung des Kletterzugangs durch den Spalt. Wenn er auch schmal ist, können dessen Ränder im rechten Winkel zum unterbrochen Weg als natural=cliff (way Richtung beachten) eingetragen werden. Auf einer Karte ist das hoffentlich besser sichtbar als nur eine kleine Lücke im Pfad.

Das Darstellungsproblem halte ich für unlösbar, bei einer strichlierten Linie wird man nie einen Unterschied erkennen können, ob vor Ort eine “wahrheitsgemäß große 1m Lücke” ist oder nur in der Darstellung.

Wenn der Weg beim Lesen einer Karte optisch da drüber geht, dann würde ich nicht annehmen, dass die Klippen den Weg unterbrechen.

Ich glaub, @Mathi ist der Kartograf im Video, die beiden sind dann im Video, so sieht es mir aus, an der Stelle einfach umgedreht und haben sich ganz unbeschwert weiter gut unterhalten. Ich an ihrer Stelle wäre drüber gesprungen, ein Meter geht aus dem Stand, zumal die andre Seite offensichtlich niedriger liegt. Andre wieder hätten sich maßlos geärgert über die Karte.

@karussell die sollten in GraphHopper dann wohl besser auch blockiert oder zumindest mit einer Warnung versehen werden.

Ich hatte mich über die Aussage im Beitrag ein wenig gewundert, dass man da eine Lücke macht.

Machen wir doch bei anderen Lücken auch nicht. Wenn ich über Steine einen Bach queren muss tragen wir bspw. eine Furt ein. Wenn eine Barriere den Weg versperrt tragen wir die Barriere ein. Aber der Weg bleibt verbunden. So eine Lösung würde ich hier auch erwarten. Mit der Lücke kommt der Kletterer jetzt nicht mehr zum Einstiegspunkt.

Ich würde hier sowas wie hazard=Loch im Boden und einen entsprechenden sac:scale erwarten.

Das verhindert jedwedes Routing, wenn nicht von Benutzerseite eingegriffen wird und auf “gerade Linie” oder so an dieser Stelle umgebogen.

Das würde mir auch viel sinnvoller erscheinen. barrier=gap oder barrier=abyss spontan gesagt, plus width=n. Da kann dann ein Renderer ein Signatur hinmalen, ab dem Vergrößerungsschritt an dem der Steig erschient, und ein Router kann warnen, dass man da hüpfen muss.

Wie immer wird so etwas daran scheitern, dass kein Router und kein Renderer das aktuell unterstützt und also es keinen Sinn macht so etwas zu erfassen. Bleibt die so benannte drastische Lösung, die alle eigentlich nur ärmer macht. Ich glaub ich start gleich ein RfC :slight_smile:

Der default von einem unbekannten barrier wäre access=no.