Es ist natürlich nicht verboten, jede Straße lediglich als einen einzelnen Way zu erfassen und Kreuzungen so einfach wie möglich zu halten. Wenn man detaillierter werden will, gelten für mich folgende Grundsätze, deren erste zwei einander schon etwas beißen:

  • Eine Straße wird nur dann und möglichst immer dann zu zwei Ways, wenn dazwischen eine bauliche Trennung liegt (Leitplanke, Verkehrsinsel o.ä.).
  • Der Straßenverlauf in OSM sollte der realen Fahrlinie in etwa entsprechen.

Satz 2 heißt, dass ein einfach geradeaus fahrendes Fahrzeug in OSM kein Zickzack vorfinden sollte, der entsteht, wenn wirklich sklavisch jede bauliche Trennung, auch eine 2 m lange Insel, zum Aufteilen der Ways führt. Hier gilt es Kompromisse zu finden.

  • Alle gemappten Abbiegewinkel sollten der tatsächlichen Kreuzungsgeometrie entsprechen.

Das heißt, dass die Zweige einer in zwei Richtungsways aufgeteilten Einmündung nicht hinter der Insel einfach gemeinsam auf die Zielstraße treffen, denn dort sind dann alle Rechtsabbiegungen zu scharf abgebildet. Kann man problemlos in beide Richtungen abbiegen, sollte ein rechter Winkel gemappt werden. Ich verweise da auf meinen Blogeintrag unter https://www.openstreetmap.org/user/kreuzschnabel/diary/43843.

  • Ist eine Straße vor und hinter der Kreuzung in zwei Richtungs-Ways aufgeteilt, wird die Aufteilung über die Kreuzung beibehalten.

Also nicht erst trennen, dann zusammen, dann trennen, dann wieder zusammen. Das gibt wieder den oben angesprochenen Zickzack.

Soviel von mir auf die Schnelle dazu.

–ks