Natürlich werden Kreuzungen deutlich komplexer, wenn man daran geht, Details einzuzeichnen wie die genauen Verläufe von Fuß- und Radwegen und durch Aufteilung bei baulich getrennten Fahrspuren.
Aber OSM ist halt keine Straßenkarte sondern eine Datenbank für viele Zwecke.
Ich habe aber beim Auto-Routing durch sauber gemapte Spurauftrennungen noch keine Nachteile gehabt. Routing-Apps stellen Straßen in der Regel derartig breit dar, dass man auf dem Kartenbild die Spuraufteilungen kaum wahrnimmt. Und wenn man die von Kreuzschnabel aufgelisteten Tipps beherzigt, werden von guten Routing-Apps auch keine Abbiegeansagen an jeder Verkehrsinsel gemacht.
Magic Earth hat damit überhaupt keine Probleme und OSM hat zwar grundsätzlich Probleme beim Anzeigen der Fahrspurpfeile, aber mit der Kartenansicht “Tourenansicht” ein sehr übersichtliches Kartenlayout fürs Autofahren, dass recht gut solches Detailmapping vereinfacht dargestellt bekommt.
Für Fußgänger und Radfahrer ist ein solche detailliertes Eintragen von Kreuzungen dagegen ein echter Mehrwert. Es ist bei komplexen Kreuzungen schon von Bedeutung, wo die Fußgänger hergeschickt werden. Ich selber freue mich durchaus, wenn mir auch Online-Planungstools wie outdooractive in Bereichen mit gut detailliert gepflegten OSM-Daten beim Planen einer Wanderung oder einer Laufrunde sogar anzeigt, wo ich die Straße überquere und auf welcher Straßenseite ich den neben der Straße verlaufenden Fußweg benutzen sollte.
Meine Erfahrung als Läufer und Wanderer: Es ist gerade dieser Detailgrad, die OSM deutlich attraktiver für diese Zielgruppe macht gegenüber Google-Maps. Denn Google-Maps ist mir deutlich zu autofahrerzentriert.