Acker- und Wiesenfläche richtig taggen

Huhu,

ich habe noch ein paar Verständnisprobleme mit der der richtigen Bearbeitung von Agrar- und Wiesenflächen, die ich mit mit Suche nicht mehr abschließend klären konnte. Wir haben bei uns hier teilweise eine Riesenfläche an Ackerfläche, alles schön drum herum gebastelt und normale Wege zwischen laufen. Soweit ich das jetzt verstanden habe, ist das nicht im Sinne, sondern Flächen werden, wenn sie von einem Weg umschlossen werden, als einzelne Fläche erstellt, nicht (willkürlich) umgekehrt.

Jetzt wollte ich mich den annehmen und die einzelnen Flächen alle per Luftbild nachbearbeiten. Sehe allerdings schon Problematik, dass die Flächen innerhalb, teilweise verschiedene Flächen sind. Teils Ackerflächen und dann Wiesen. Mir ist der genaue Herangehensweise jetzt nicht klar.

Sollte ich jetzt Flächen, wie im Luftbild innerhalb der Wegen anordnen? Wenn ersichtlich ist und/oder(?) mir bekannt, trennen, wenn ich sehe, dass ist ne grüne Wiese, dass ist Acker, als zwei Flächen? Oder sollte ich, wenn ich eh schon dabei bin, direkt mich nach der Flurkarte richten? In dem Fall wäre die Frage für mich, wie ich das genau erkenne, wo der Übergang ist, wenn nicht durch Gras oder Ackerübergang erkennbar.

Hier mal konkret, was ich meine, dass Extrembeispiel ist etwas weiter rechts zu sehen, aber hier sieht man das mit den Übergängen Wiese und Acker besser:

Hallo,

was in Deiner Gegend resp. Deutschland üblich ist, wäre mit der lokalen Community zu klären.

Es gibt, wie Du schon festgestellt hast, diverse Optionen. Meine Ösi-Sicht dazu:

  • Flurgrenzen bei gleicher Nutzung definitiv nicht (wir machen keinen Katasterplan)

  • Acker und Wiese separat mappen, sofern erkennbar und dauerhaft so genutzt

  • Freistellen von Wegen: oft diskutiert, m.M. sind landwirtschaftlich genutzte Wege (tracks) Teil von landuse=agricultural landuse=farmland(sonst immense und nutzlose Zersplitterung von Flächen; ganz schlimm wirds dann im Wald, dazu gab’s kürzliche wieder mal eine Diskussion)

Edit: falsches Tag natürlich.

OK, danke dir. Also im Grunde genommen, es gibt keine fest Regeln. Eigentlich auch beruhigend nicht das Katasteramt zu spielen. Die meisten (evtl. auch alle, vor Ort weiß ich es dann wieder besser), sind auf jeden Fall immer Wiese bzw. Acker. Da wäre es ja schon sinnvoll, diese dann auch zu trennen. Da es teilweise so gar nicht stimmt.

Umgekehrt, jetzt, wenn ich die Diskussion sehe, nicht übertreiben, wenn es Wege sind, wo man froh ist, wenn mal gemäht wird, ist vermutlich da anders zu werten, als da wo der Asphalt noch die Wege trennt. Also die Zwischenwege, dass man die einfach ignoriert, um das von dir beschriebene zerstückeln zu vermeiden.

Mit lokaler Community klären meinst du, in dem Fall den Creator da mal anzuschreiben und nachzufragen, welche Intention er hatte und das dann da zu klären?!

Ich finde es sehr sinnvoll, wenn du die Flächen verkleinerst. Du musst m.E. auch nicht unbedingt den Creator anschreiben, vor allem dann nicht, wenn die Fläche schon vor sehr langer Zeit angelegt wurde. Oft wurde halt zunächst sehr grob gemappt, und mit der Zeit verfeinert sich das Mapping.

Theoretisch ist es sogar möglich, mit crop=* anzugeben, was auf dem jeweiligen Feld angebaut wird, auch wenn ich das noch selten gesehen habe. Nach der Logik könnte man die Fläche immer dort trennen, wo sich die Nutzung des Feldes ändert. So kleinteilig muss es aber auch nicht unbedingt sein.

Hallo Javensf, willkommen hier im Forum! Ich finde es gut, dass Du Dich mit landwirtschaftlichen Flächen befasst, viele (wenn nicht die meisten) Mapper haben darauf keinen Bock und darum gibt es immer noch weiße (Landuse)Flecken in unserer Karte und viele große nur sehr grob erfasste Flächen.

+1

Hier in der Gegend gibt es viele Flächen, die sich über mehrere Quadratkilometer (!) erstrecken und alles beinhalten, was nicht bei 3 geflüchtet ist. Wenn ich Zeit habe, zerlege ich solche Flächen schon mal, grundsätzlich entlang aller Landstraßen (und höherwertig), bei Bedarf auch schon mal entlang befestigter Feldwege. Da frage ich vorher auch niemanden um Erlaubnis. Ein Auftrennen an jedem unbefestigten Weg halte ich nicht für sinnvoll, zusammenhängende Acker- oder Weideflächen können durchaus solche Wege beinhalten.

Nicht immer ganz einfach ist die klare Unterscheidung von Acker und Weideflächen nach Luftbild. Eine mit Futterklee bestandene Ackerfläche sieht genau so aus wie eine fette Weide. Auch ein mit Gründünger eingesäter (ruhender) Acker lässt sich nicht von einer Wiese/Weide unterscheiden. Da hilft es, mehrere Luftbilder zu vergleichen. Aber es ist auch kein Drama, wenn ein Acker irrtümlich als Weide gemappt wurde oder umgekehrt, deswegen geht die Welt nicht unter.

Ich trenne auch an Gräben und Feldwegen. Ein Feldweg oder der Grünstreifen rechts und links vom Feldweg gehören meiner Meinung auch nicht zur Ackerfläche und auch nicht zur Weide.

Das verstehe ich jetzt nicht… :thinking:
Hieß es nicht mal, daß wir nicht jede Fläche mit einem landuse “zupflastern” sollten…

@Map_HeRo meint schon richtige große weiße Flecken.

Danke, so ist es.

Danke dir, bis jetzt oft eher stiller Leser nur gewesen, ja ich versuche mich hier regional mehr zu pflegen und der nächste Nenner wäre die Fläche, nachdem ich hoffentlich mit den Wegen auch alles richtig machte (Übergang Naturbelassen und Gras, finde ich schwierig teils). Immer mal etwas dazu und auch angepasst (merke ich gerade an den Bus Relationen hier, nochmal verbessern), aber ich schweife ab.

Ich nehme jetzt mit.

  • Flächen verkleinern sinnvoll. Gerne auch zwischen den Feldwegen, wenn man “Muse” hat und die Gegebenheiten auch kennt. Im Zweifel für die Ackerfläche eintragen, wenn man nach Luftbilder oder so einträgt. So wenig wie möglich, so viel wie nötig?
  • Weil mir tatsächlich nicht ganz klar war, ich kann auch andere Flächen anpassen, auch wo ich nicht da war, wenn ersichtlich, dass da auch Agrarfläche ist? Vermutlich würde ich mich eh, da eher weiter “raustasten”, von lokal “vor der Tür”, bis, ja da war ich schon mal unterwegs war..
  • Acker und Weidefläche nur trennen, wenn man sicher ist, das es nicht irgendwas anderes ist. Bei 1-2 Stellen weiß ich zumindest, dass die seit Jahren (Bienen-)Wiesen (erst Gras, dann Bienenfreundlich), sind. Aber Prio ganz unten und joah, wenn du magst
  • Crop kann man nutzen, würde ich in meinem Fall nicht, da ich a) nicht drauf geachtet habe, auch wenn ich oft meine, da wächst immer der Raps. Aber da letztes oder vorletztes Jahr, da auch mal Ausgleich mit Ackerbohnen gemacht wurde, würde ich darauf wohl verzichten. Andersorts auch Wintergerste und danach Mais. Da dies nicht festlegt scheint.
  • Weil ich gerade den Mapper vor mir sehen, oberhalb meines Beispiels, war er sehr Gewissenhaft mit den Flächen und hat ja auch gestückelt. Dies stimmt Wissentlich jetzt nicht immer (Acker und Wiesen). Jedoch wie ihr schriebt, “kann man ändern, muss man aber nicht”. Wenn ich Muse habe, gerne die Stücke, in einen Packen, aber nach dem Motto “Mach dich nicht verrückt”. Wobei ich auch sehe, dass man in JSOM (arbeite mich da gerade mal mehr rein), auch gut Flächen verbinden kann, wäre ja relativ schnell und simpel zu machen
  • Achso, zwar nicht von hier, anderweitige zufällige Suche und ich hoffe ich stoße damit nichts an, nicht verkleben, alles für sich.
  • Nur weil ich es gerade sehe, nur zur persönlichen Einordnung. Baum, in Feld usw., würde ich jetzt nicht anfassen, finde es ja eher drollig, mit der Mühe. Aber wäre das wäre jetzt eher nur ein Beispiel für “etwas übertrieben”? OpenStreetMap

Danke euch allen :slight_smile:

Das Tag landuse=agriculturalgibt allerdings nicht im Wiki. Mit landuse=farmland sollte nach meinem Verständnis nur die Fläche erfasst werden, die regelmässig bearbeitet wird, um etwas anzubauen. Ich trenne die lu=farmland Flächen daher typischerweise an allen Straßen und Wasserläufen, bei Wiesen bzw erst recht bei Weiden (lu=meadow+meadow=pasture) sehe ich das nicht ganz so eng.

Nein, grundsätzlich nicht. Dein Beispiel sieht mir aber auch eher nach scrub statt wood aus. Einzelne Bäume werden als Punkt mit natural=tree erfasst.

Das halte ich ähnlich, landuse=meadow zeichne teilweise bis an die Wegkante, halt soweit, wie die regelmäßig gemähte Grasfläche reicht, landuse=farmland zeichne ich bis zu der Kante, bis zu der gepfügt wird. Während ich eine Weidefläche für einen Zaun oder einen Graben nicht aufteile, teile ich eine Ackerfläche schon auf, wenn sie durch einen Graben unterbrochen ist, eine Weide wird ja bis direkt an den Graben heran genutzt und weidende Tiere fressen auch das Gras, was unter dem Zaun wächst. Etwas anderes ist, wenn sich am Ufer des Grabens Gebüsch befindet, dass ist dann natürlich natural=scrub. Beim Pflügen einer Ackerfläche wird aber immer Abstand zu Zäunen und Gräben gehalten genau wie zu Wirtschaftswegen.

Wichtig ist: Wir erfassen nicht, bis wohin gepflügt werden darf oder irgenwelche Flurgrenzen, wir erfassen, was tatsächlich vor Ort ist. Ich kenne so manchen Wald, der am Rand im Laufe der Jahre über die uhrsprüngliche Flurgrenze zwischen Wald und Ackerfläche in den Acker hineingewachsen ist.

Wichtig ist aber in redem Fall: Egal ob Ackerfläche oder Grünland (Wiesen/Weiden), bitte niemals die Flächengrenze mit der Linie von einem Wirtschaftsweg oder einer Straße “verkleben”. Immer nur bis zum Rand der Fahrspur oder der Fahrbahn, während sich die Linie, mit der der Weg oder die Straße eingetragen wird, stets in der Mitte der befahrenden Fläche befindet.

Steht ein einzelner Baum mitten in einer Ackerfläche, dann würde ich ihn selbst als Punkt (natural=tree) einzeichnen. Aber da in so einem Fall nie bis an den Baumstamm heran gepflügt wird, ergibt sich eine Fläche rund um den Baumstamm herum, oft mit Gestrüpp bewachsen, die ich dann als je nachdem als natural=scrub zusätzlich zu dem einzelnen Baum einzeichnen (und aus der landuse=farmland-Fläche herausschneiden würde.

OK, jetzt war ich glaube ich auch etwas vorschnell mit meinen Gedanken, weil ich auf der Karte nur Fläche (meadow), mit Fläche (Gebüsche, Bäume) gesehen habe und vorschnell spekuliert habe, es macht natürlich ja vom Herangehensweise alles Sinn, wenn man sich vor Ort das anschaut und nicht nur Topografisch drauf schaut und überall Linien sieht.

Zumal ich mich mit Kartieren von Büschen, Bäumen und Wäldern noch nicht wirklich beschäftigt habe; im Sinne, ab wann Taggen, ab Wann Busch etc. pp.. Kommt dann in Phase, 30 oder so mal dran bzw. wenn es relevant für mich wird. :slight_smile:

Aggriculture kann man eh nicht eingeben bzw. mag OSM wohl eh nicht, daher hätte ich wohl eh von mir aus auch meadow genutzt.

Nachtrag:
Das landuse=agricutural (oder lu=agriculture) vermisse ich tatsächlich für landwirtschaftlich genutzte Flächen, bei denen die genaue Nutzung aus Luftbildern nicht klar wird bzw. wo immer mal wieder Umnutzung zwischen Wiese und Acker stattfindet. Manche Flächen werden anscheinend die meiste Zeit als Wiese /Weide genutzt, dann für eine kurze Zeit als Acker, dann wieder Wiese.

Hallo

und wenn möglich gleich mit eintragen ob Laubbaum
natural=tree
leaf_type=broadleaved

oder Nadelbaum:
natural=tree
leaf_type=needleleaved

Grüße

Das war ein Fehler von mir, habe das auch in meinem ursprünglichen Post korrigiert. Heisst natürlich farmland.

das ist “farmland”

Joa, manche sehen das so. Würde ich auch nehmen, wenn ich mir unsicher bin.

This tag is sometimes used for tagging every agricultural area (except farmyards). However, we also have separate tags for: meadows and pastures landuse=meadow, fruit orchards landuse=orchard, and vineyards landuse=vineyard, so many mappers prefer to use landuse=farmland for cropland only.