access=no abschaffen?

Ehrlich gesagt, ich verstehe das nicht.

Nakaner meinte, dass wenn man alle Tags abschafft, die missbraucht oder falsch angewendet werden können, dann kann man auch gleich OSM abschaffen.

:wink:

Es ist sicherlich manchmal nervig, aber dann korrigiert man es halt “eben schnell”. Aber etwas abschaffen, was aber vielleicht Sinn macht (bei Militär oder so?), find ich nicht gut.

Tja, aber

Ich verstehe Brogo so, dass er behauptet access=no könne niemals korrekt verwendet werden, ist also immer falsch. Daher hinkt der Vergleich mit name=* was man falsch benutzen kann.

Ich finde access=no hilfreich um erst mal alle Nutzung zu verbieten und dann gleichzeitig näher zu spezifizieren, wer Zugang hat. z.B. access:lanes=|no + bus:lanes=yes|designated für einen Busfahrstreifen auf den nur Busse fahren dürfen.

Es geht mir nicht darum access=no abzuschaffen, weil es oft falsch benutzt. Ich stelle es aber zur Diskussion, weil es, wenn man es genau nimmt, und das wird gerade hier im Forum sehr oft gemacht, es eigentlich keinen Fall gibt, wo es richtig wäre.

Andere Variante wäre, die Haarspalterei ein wenig zurück zu nehmen.

Das dachte ich auch, aber dann:

Daher würde ich jetzt höchstens noch behaupten das ein “access=no” ohne weitere access=* immer falsch sein könnte.

Wie würdest du diesen Fall taggen: https://www.openstreetmap.org/way/384682892

Vor Ort steht folgendes Schild:

“Achtung, Selbstschussanlagen! Lebensgefahr! Betreten verboten!”

Fällt dir irgendjemand ein, der durch diese Straße durch darf?

(Nur zur Info: hierbei handelt es sich um die Zufahrt eines Hausbewohners, der wohl etwas genervt war, weil Schulkinder ständig durch sein Grundstück abgekürzt sind, und da er selbst diese Zufahrt wohl gar nicht braucht, hat er kurzerhand Abhilfe geschaffen.)

http://www.openstreetmap.org/way/64213755

Hä? Hast du den Thread gelesen? Einige Beispiele, wo es richtig ist, wurden doch schon genannt.

  • Wenn der Zutritt nur einem geschlossenen Personenkreis gestattet ist, die darüber mit Sicherheit informiert sind, ist access=no angemessen, weil wir für die Allgemeinheit mappen und diese Allgemeinheit da nicht rein darf. Diejenigen, die da rein dürfen, werden sich nicht aus OSM darüber informieren, ob sie das dürfen.

  • Wenn ein Durchgang voraussichtlich für längere Zeit vollkommen gesperrt ist, etwa wegen Schäden, ist access=no sachlich korrekt.

  • Wenn ein Weg ausschließlich einer bestimmten Verkehrsart zur Verfügung steht, ist es am einfachsten, mit access=no alle zu verbieten und dann diese eine zu gestatten (bspw. access=no; cat=yes an einer Katzenklappe ist einfacher als von foot bis bdouble alle einzeln zu verbieten).

Erst willst du es genau nehmen, dann willst du die Haarspalterei zurückfahren? Verstehe ich nicht.

–ks

Aber das ist doch ein Fall für access=private!

OK auch access =private

Alles in allem sehe ich diesen Thread als gutmütiges um die Ecke denken. Ob die Überlegungen Konsequenzen haben ist dabei nachrangig.

Privatgrundstück – Ja. Firmengelände – Ja. Militärisches Gelände – Privat? Nunja.

Bitte? Wenn eine baufällige Brücke gesperrt ist, darf auch kein Privatmensch da rüber. Inwiefern findest du access=private da angebracht? Wessen privates Recht ist denn der Zugang dann?

Das ist dein gutes Recht. Der Rest von uns möchte die realen Zugangsbeschränkungen in der Datenbank abbilden. Und wenn ein Weg von niemandem benutzt werden darf, dann gehört access=no dran.

An http://www.openstreetmap.org/way/25861382 stehen oben und unten Barrieren mit einem Schild „Durchgang verboten“. Wieso hätte ich da deiner Meinung nach access=private dranschreiben sollen? Die Treppe führt nicht über ein Privatgrundstück und befindet sich auch nicht in Privateigentum. Sie wurde als öffentlicher Weg angelegt und jetzt von der Stadt gesperrt (warum und für wie lange, weiß ich nicht).

–ks

Hier gab es mal einen Fußweg über die Trambahnschienen (Gleicher Straßenname vor und nach den Gleisen) und dann hat die Gemeinde verboten dass man da rübergehen darf.
Laut Schild ist es wohl dann ein access=no?
(Wobei man auch argumentieren könnte dass Arbeiter der Öffis da rüber dürfen, als “private”. Selbes bei baufälligen Wegen wo Arbeiter und Sachverständige wohl randürfen. Vieleicht haben wir in Tschernobyl noch ein paar access=no Wege oder areas, wo nichtmal der Papst reindarf?)
Kann man drüber diskutieren, aber im ersten Beispiel oben würde ich ein access=no bevorzugen, da ich nie nachprüfen kann ob die Arbeiter der Öffis denn da nun rüber dürfen, und ich mappe was ich prüfen kann.

Ist eine baufälluge Brücke die niemand betreten darf denn eine Brücke Und keine Brückenruine?

Ich fand access=no immer unlogisch weil ich die Abgrenzung zu access=privat nicht deutlich finde.

Gibt es wirklich was was niemand betreten darf und keine Ruine ist? Und was soll dass dann in der OSM? Illegale lebensgefährliche Wege nimmt man doch am besten garnicht erst auf.

Mir fallen spontan Wege eines ehemaligen Truppenübungsplatzes ein, die auch die kommenden Jahre nur der Kampfmittelbeseitigungsdienst betreten darf: Das ist kein “access=private”, es handelt sich ja weder um Privatgrundstück noch um private Wege. Wunderbar von “private” abgrenzbar. Klar könnte man jetzt sagen “access=Kampfmittelbeseitigungsdienst”, aber Karten(daten) benötigen einen gewissen Grad an Abstraktion, sollen sie nutzbar sein. Zur Brückenruine: Klar werden Bauarbeiter den Zustand “access=no” beseitigen dürfen, doch:

“access=no” bedeutet gar nicht “da darf niemand hin”, sonder “da darf die Allgemeinheit nicht hin”. So zumindest die gute Definition auf englisch im Wiki: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key:access#Values

access beschreibt nicht das Eigentumsverhältnis sondern das Betretungsrecht - und die mögliche Erteilung desselben.
Auch da ist eine Abgrenzung zwischen private und no vorhanden - aber nur, wenn man no eben auch als absolutes no betrachtet.

Auch bei access private darf die Allgemeinheit nicht hin - sonst ist es ja permissive (oder im Sonderfall customers) …
Nichtsdestotrotz hat access=no seine Berechtigung.

Edit:
Gerade wenn man access=no eben nicht als absolutes no betrachtet, braucht man auch gar nicht mehr zwischen private und no zu unterscheiden - dann könnte man eben private abschaffen …

Ich finde diese Art zu mappen (no und Ausnahmen) extrem schlecht, weil man schnell Berechtigte vergisst bzw. übersieht, und weil es praktisch immer eine Interpretation ist, d.h. die Schilder sagen eigentlich was anderes (was man auch anders, nämlich spezifisch, in OSM abbilden könnte, z.B. vehicle=no).

Wobei die Schilder manchmal auch was anderes sagen, als gemeint ist. In vielen Stadtverwaltungen sitzen nach meiner Ansicht und Erfahrung “StVO-Legastheniker”".

Bernhard

Da kann man umgekehrt auch Unberechtigte vergessen. Busspuren sind z.B. beschildert mit Radieschen und Zusatzschild „außer Busse“. Wie kann ich das besser abbilden als mit access=no; bus=yes? Soll ich deiner Ansicht nach von foot bis bdouble alles außer Bussen verbieten?

–ks

Wie sieht denn so etwas aus?

Bei uns werden Busspuren mit dem VZ 245 beschildert: http://osmtools.de/traffic_signs/?signs=245