wie wird denn ein offizielles Abraten der Nutzung kenntlich gemacht? Und wieso wird davon ausgegangen, dass eine Beschilderung “fehlen” würde? ![]()
Vielleicht wenn es nur eine Absperrung gibt. Dann wäre das Gehen auf dem Weg dahinter wahrscheinlich nicht verboten, aber es ist ersichtlich, dass eine Nutzung nicht gewollt ist.
Hier gibt es Beispiele für discouraged, allerdings nicht für Fußgänger:
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Key:access
“Radfahrer absteigen” könnte auch so ein Schild sein:
Bei uns ist an einigen Umgehungsstraßen ein 254 (Verbot für Radfahrer) aber kein 259 (Verbot für Fußgänger) aufgestellt. Als Grund wurde mir gesagt, dass “Fußgänger hier nie auf die Idee kämen langzulaufen”.
In so einem Fall finde ich foot=discouraged ok.
Diskussionsvorschlag für eine Umformulierung:
- Es ist verboten per Verkehrszeichen
- Es ist verboten, weil es einen begleitenden Weg gibt
- Es ist erlaubt
Das ist nicht richtig. Wenn Du z.B. sperrige Lasten trägst, dann musst Du z.B. die Fahrbahn nutzen. Oder wenn der Gehweg nicht von Schnee geräumt ist, dann darfst Du auch die Fahrbahn nutzen.
Deswegen taggen wir bei vorhandenen Gehwegen foot=use_sidepath statt foot=no. Allerdings geht das nur, wenn der Gehweg als separate Linie eingetragen ist.
anscheinend darf man als Fußgänger auch einen reinen Radweg benutzen, wenn man sonst auf der Fahrbahn der Straße gehen müsste, kann das jemand bestätigen, ggf. nur außerorts, oder auch innerorts? (dem gesunden Menschenverstand nach würden das wohl sowieso die allermeisten Fußgänger machen, im Zweifel lieber von einem Fahrrad angefahren werden als von einem Auto
)
Das sehe ich genauso, dass das dann so getagtt gehört mit use_sidepath.
Mein Vorschlag betrifft nur das StreetComplete Interface und dort wäre die Verallgemeinerung aus meiner Sicht vertretbar im Sinne einer möglichst kurzen Antwort. Man kann aber natürlich auch schreiben “verboten, weil es einen begleitenden Weg gibt, außer du trägst schwere Lasten oder der Weg ist nicht begehbar, dann ist es erlaubt”
Die StVO sieht das so nicht vor. Radwege dürfen von Fußgängern nicht benutzt werden.
§25 Abs. 1 Satz 1 und 2:
Wer zu Fuß geht, muss die Gehwege benutzen. Auf der Fahrbahn darf nur gegangen werden, wenn die Straße weder einen Gehweg noch einen Seitenstreifen hat.
Bei fehlender Beschilderung kann je nach Situation (insbesondere außerorts) davon ausgegangen werden, dass ein gemeinsamer Geh- und Radweg vorliegt. Geregelt ist das nicht.
Wie wäre es mit:
“Es sollte der begleitende Gehweg genutzt werden”
ich nicht. weil das einfach einfach eine so subjektive Einschätzung ist. ![]()
Nungut, da das eigentliche Problem offensichtlich eine Kombination aus
- “nicht zwingend sinnvolle StreetComplete-Abfrage”, die einen default-Wert (yes) zu einem definierten Key
foot=yes|nomacht und - Regelunkenntnis (StVO) vieler / einiger Nutzer*innen von StreetComplete
zu sein scheint, bleibt ja nur, an diese Ways explizit foot=yes (oder natürlich foot=disdcouraged, weil “ist sinnvoll”*) zu setzen, um zu verhindern, dass stumpf falsche Angabe foot=no gemacht wird.
Ich finde StreetComplete grundsätzlich ein sinnvolles Tool und arbeite auch unterwegs selbst damit. Aber in solchen Fällen: mmhhhh
* kommt das “discouraged” dann auch bei horse hin? oder für bicycle an alle Bundes- und Landstraßen, bei denen 3 Warnwesten-Radler ein “ungutes Gefühl” haben, dort mitm Rad zu fahren? ![]()
Hast Du denn eine Alternative anzubieten, die funktioniert (also das Fußrouting über solche Straßen verhindert)?
Möchtest du hier Radfahrer oder Fußgänger langschicken
Das ganze ist vermutlich nur keine Kraftfahrstraße, weil land- und forstwirtschaftliche Verkehr sie nutzen muss. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es eine separate Verkehrsführung die allerdings nicht immer Fahrbahnbegleitend ist.
Eine Beschilderung, die Rad- und Fußverkehr verbietet, gibt es nicht. Lediglich die (Fuß-)Radwegführung suggeriert einem, dass man diese Straße nicht nehmen sollte.
Ist es verboten? Nein.
Dann darf da der Fußverkehr laufen, der Radverkehr fahren, der Reitverkehr reiten und der Pferdekutschenverkehr … rumkutschen.
und die Argumentation mit dem Routing ist für mich so nicht nachvollziehbar. Beim Routing von Verkehrsarten wie LKW, PKW, Rad wird ja nicht stets nur die kürzeste Route völlig unabhängig vom “ausbauzustand” bzw. der in OSM hinterlegten “verkehrlichen Bedeutung” gewählt.
Wenn dich dein Fußgänger-Routing auf eine Straße schickt, bei der zwei Richtungsfahrbahnen baulich voneinander getrennt, dann ist das ein Problem der Routenfindung, die dann offensichtlich den Ausbaustand nicht berücksichtigt. ![]()
Daher die Frage: ist auf dem von dir verlinkten Abschnitt auch horse=discouraged eingetragen? Und wenn nein: warum nicht? ![]()
Ich interessier mich hat mal nicht für Reiten und hab auch nur begrenzt Ahnung davon. Kannst du aber gerne nachtragen.
Ja, könnte man noch machen, aber Pferde sind nicht mein Thema, und ich gehe davon aus, dass Pferderouter hw=primary nur ganz schwach gewichten.
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Den Router so konfigurieren, dass angenehme Umwege über den kürzesten Weg priorisiert werden. Es gibt ja offensichtlich (physische) Anhaltspunkte, anhand derer man das machen kann (lanes, highway, dual_carriageway, maxspeed).
Wer unbedingt den kürzestmöglichen Weg haben möchte, den soll der Router ruhig dort langschicken. Wenn die Verkehrsbehörde das verhindern möchte, gibt es neben VZ 331.1 (Kraftfahrstraße) auch z.B. VZ 254 (Verbot für Radverkehr), VZ 259 (Verbot für Fußgänger) und übrigens auch VZ 258 (Verbot für Reiter).
Ist das Thema des Routings über solche Straßen ein reales Problem? Also gibt es Beschwerden von irregeführten Fußgängern oder gar Unfälle deswegen?
Ich habe den Verdacht, dass das hier eine akademische Diskussion ist, weil
- solche ausgebauten Straßen oft große Umwege bedeuten würden und es meist eine direktere Verbindung gibt, und
- die gängigen Router solche Straßen anhand der von @Jofban genannten Attribute abwerten
- Es gibt auch Fälle wo diese Straße deutliche Abkürzungen darstellen
- Gängige Router werten Bundesstraßen, Kraftfahrstraßen oder/und getrennte Richtungsfahrbahnen oft starkt ab (teilweise lassen sie gar keinen Rad- oder Fußverkehr auf Trunk zu),
- Oft wird auf solchen Straßen auch nicht geroutet weil besorgte Mapper diese Wege mit einem strengen foot/bicycle=no versehen, was rechtlich aber eben nicht korrekt ist. (Hier stecken teilweise auch “Rückmeldungen über fehlgeleitetes Routing” drinn)
- Für das Radrouting existiert eine etablierte Lösung die von wenigen Routern unterstützt wird : class:bicycle=-3 oder -2
- Solch eine Lösung ist bisher nicht nicht für Fußgänger unterstützt
Es geht doch genau um Fälle wo die Verkehrsbehörde sich diese Schilder gespart hat (insbesondere beliebt beim Nds. Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr), weil sie glaubt mit einem 240er oder einer Umleitung für den Radverkehr 442 oder nur Radverkehr verboten 254 wäre die Situation (auch für Reiter und Fußgänger) vollkommen klar.
siehe auch
so ein Beispiel hab ich auf der gleichen Straße (oben) da darf man formal nicht Radfahren, aber sein Fahrrad schieben. https://www.mapillary.com/app/?pKey=1423671209489616&focus=photo (der Radweg führt nur in die andere Richtung)
Btw. Reiter und Pferdekutschen werden heutzutage von den Verkehrsbehörden meist genauso wenig mitgedacht (Fahrradstraße mit Kfz frei) wie von den Mappern die aus anlieger frei → vehilce=destination machen.

