Access explizit durch foot=yes taggen?

Hallo zusammen,

bei mir hier gibt es diverse Innerorts-Straßen, denen ein begleitender Gehweg (und Radweg auch) fehlt. Ein explizites Verbot der Fahrbahn-Nutzung durch Fußverkehr, Radverkehr, Reitverkehr durch entsprechende Beschilderung ist nicht vorhanden. Es handelt sich um keine Autobahn, keine Kraftfahrstraße. Das zu Fuß Gehen, das Radfahren, das Reiten sind damit erlaubt.

Einige Straßenabschnitte wurden in der Vergangenheit von Mappern mit foot=no versehen. On the Ground ist aber halt kein Verbot beschildert. Also setze ich den Wert auf “default”, lösche also foot=no.

Problem: 1,2,3 - Leute kommen mit StreetComplete vorbei, beurteilen nach Bauchgefühl und setzen (wieder) foot=no. :frowning:

Das Spielchen kann ich jetzt noch 10x machen.

Ich vermute, dass StreetComplete hier einfach regelmäßig die Frage aufwirft, ob Fußverkehr dort erlaubt ist, weil bestimmte Tags fehlen (sidewalk:left|right|both vlt?)

Gibt es eine sinnvollere / bessere Lösung, als jetzt foot=yes zu setzen? (was in meinen Augen ein redundantes Setzen von Tags ist..) Denn an einer 08/15-innerorts-Straße steht halt auch nicht an allen Ways "foot=yes”

:confused:

sidewalk=no ist das Mittel der Wahl, falls es noch nicht gesetzt ist. Damit sollte automatisch klar sein, dass Fußverkehr auf der Fahrbahn erlaubt ist.

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Wenn ein Gehweg vorhanden ist, der als separate Linie eingetragen wurde, dann foot=use_sidepath.

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SC könnte aufhören, Defaultwerte ständig infrage zu stellen. Dieses Programm ist dahingehend schon recht nervig.

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Wenn fraglich ist, den Default taggen, um klarzustellen… also sidewalk:both=no + foot=yes

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Nein, SC fragt ja gerade bei bestimmten highway Typen wenn sidewalk(:both)=no getaggt ist.

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m.W.n. fragt SC nur ab highway=tertiary nach, ob man darauf legal zu Fuß laufen kann oder nicht und auch nur, wenn auf dieser Fahrbahn keinen Bürgersteig gibt.

Die Frage kommt eigentlich nur auf, wenn an einer bürgersteiglosen Fahrbahn parallel Eine mit Bürgersteig vorliegt (Bürgersteigpflicht). Wenn es die einzige Fahrbahn ist oder aber es sich um ein highway=residential (wo es häufiger so ist, dass diese ohne Bürgersteig gebaut werden), sollte die Frage nicht gestellt werden.

an den fraglichen und mit SC bearbeiteten Ways ist ein sidewalk=no gesetzt… :head_shaking_vertically:

mit use_sidewalk kann ich mich bei konkreten Abschnitten auch nicht so recht anfreunden, weil die Wege teilweise gerade nicht begleitend sind (10m entfernt, anderer Verlauf, keine Teilnahme an .. äh… Fahrbeziehungen / Gehbeziehungen).

Und wenns für Fußverkehr so getagged wird, müsste ich das streng genommen auch für den Radverkehr machen. :thinking:

lasst uns gern konkret werden:

ja, mir ist klar, dass das für viele Personen “gefühlt” ein “omg, da darf man nicht zu Fuß gehen” ist, gefolgt von das Aussage “da würde ich niemals entlang gehen!!!”

Aber darum geht es nicht. Es ist eine Innerorts-Straße ohne Gehwege, Radwege, Reitwege, Motorrollerwege, die richtigerweise ohne Verbotszeichen (VZ.254, 257, 259) auskommt.

Bei SC taucht die Abfrage wohl direkt auf

Bei highway=unclassified ebenfalls:
https://github.com/streetcomplete/StreetComplete/blob/v62.2/app/src/androidMain/kotlin/de/westnordost/streetcomplete/quests/foot/AddProhibitedForPedestrians.kt#L40C110-L40C122
Bei Autobahnen und Kraftfahrstraßen aber nicht.

Vielleicht kann man die StreetComplete Fragestellung optimieren, damit die Wahrscheinlichkeit für Falsch-Eintragungen sinkt.

Was wird denn konkret gefragt bei diesem Quest?

Ist es Fußgängern verboten, hier auf dieser bürgersteiglosen Straße zu gehen?

  • Es ist verboten.
  • Es ist erlaubt.
  • Es gibt einen Bürgersteig.

Die Antwort “weiß nicht, es gibt kein Schild aber ich würde davon abraten hier zu laufen” gibt es nicht.

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Gute Idee, meine Vorstellung der Situation sah mal komplett anders aus…

Da es ein wiederkehrendes Problem ist, wäre es wohl vertretbar, hier explizit foot=yes zu taggen. Ob das in der Realität irgendeinen Unterschied macht, das bezweifle ich.

Übrigens gibt es an der Stelle einen Seitenstreifen, der zu benutzen wäre, sofern man dort langlaufen möchte. Dahingehend wäre Way: ‪Stadtrodaer Straße‬ (‪37921446‬) | OpenStreetMap ein besseres Beispiel, da dort auch kein Seitenstreifen vorhanden ist und auf der Fahrbahn gegangen bzw. geradelt werden muss.

Eine kreuzungsfreie Bundesstraße ist auch keine “08/15-innerorts-Straße”.

Mit ein wenig Kenntnis der Gesetze könnte man die erste Option durch ein “Es ist durch ein Schild verboten” ersetzen. Findet man kein Schild, ist es erlaubt.

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Das ist leider etwas komplizierter. Es könnte eine getrennte Richtungsfahrbahn mit straßenbegleitendem Radweg entlang der Gegenfahrbahn sein. Oder es sind Abbiegespuren an einer Kreuzung mit Fußgängerführung. Dann brauchst du da kein Schild um Fußgängern vom Benutzen der Fahrbahn abzuhalten.

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Fällt das nicht unter die Option “Es gibt einen (straßenbegleitenden) Bürgersteig”? Dann müsste man noch zwischen sidewalk=yes und sidewalk=separate unterscheiden, aber das ist ein anderes Problem.

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ja es wäre im Prinzip wie bei einem straßenbegleitenden Gegweg. Das sidewalk=right/separate wäre aber an der anderen Fahrbahn. Diese Fahrbahn hätte ein sidewalk=no und müsste dennoch ein foot=use_sidepath erhalten.

Problem ist dabei, dass das in Richtung foot=discouraged geht was subjektiv ist und für OSM auch deswegen nicht reinpasst. Man könne aber die Frage dennoch umformulieren, da auf Straßen schon häufiger mit nein geantwortet worden ist, obwohl das Laufen auf der (bürgersteiglosen) Landesstraße legal ist.

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Das ist nicht subjektiv gemeint. Das heißt es ist offiziell von der Nutzung abgeraten. Ich vergebe es allerdings auch, wenn baulich Fußgänger eindeutig nicht vorgesehen sind aber die fehlende Beschilderung es dennoch zulassen würde.

Subjektive Einschätzungen gehören in class:bicycle
Für Fußgänger sind auch schon Leute auf die Idee gekommen class:foot zu vergeben.

class:foot=-2 gäbe es noch.
(Erstaunlicherweise Faktor 100 seltener als class:bicycle)

EDIT: Hoppla, Langläufer war schneller.

Fußgänger müssen ja auch wenn ein Gehweg vorhanden ist diesen nutzen. Also wäre da ja ein foot=use_sidepath richtig sobald einer vorhanden ist.

StVO §25

Das ist nicht verwunderlich. class:bicycle < 0 wird nach meiner Erfahrung üblicherweise gesetzt, wenn Mapper mit dem Rad über - ihrer Meinung nach - ungeeignete Wege geroutet werden. Hauptsächlich vielbefahrene Straßen außerorts oder Wege mit schlechter Oberfläche. Es ist primär Mapping für den Router, aber nicht per se falsch.
Diese Fälle spielen im Fußgängerrouting keine Rolle, kaum jemand interessiert sich für Wanderwege, die Siedlungen über Hauptverkehrswege verbinden. Daher ist class:foot < 0 nicht verbreitet