Das ist nicht nötig, Du hast bereits gesagt, dass auf der rechten Straßenseite ein absolutes Halteverbot existiert, also niemand rechtsseitig parken darf. Weder auf dem Gehweg, halb auf dem Gehweg, auf dem Seitenstreifen, oder gar auf der Fahrbahn.
Wenn das Zusatzschild nicht angebracht wäre, könnte man versuchen rechts der Fahrbahn zwischen zwei Bäumen zu halten/parken. Gerade das ist vom Ordnungsamt nicht gewollt.
Das dachte ich nicht. Das Fahrzeug auf dem Zusatzzeichen ist mit einem - vielleicht schlecht zu erkennenden - Kreuz durchgestrichen.
Sollte also das Zusatzzeichen 1060-31 keine Entsprechung in OSM haben, bleibt es bei parking:right:restriction=no_stopping und das “absolute Halteverbot” neben der Fahrbahn (“shoulder” oder “street_side” oder ?) wird nicht vermerkt bzw. ist eingeschlossen.
Die rechts noch zu sehenden parkenden Fahrzeige würde ich hier ignorieren, da sie auf einem eigenen Grundstück stehen (Grenzstein hinter dem Schild) und somit, wenn überhaupt, mit einem eigenen Feature erfasst werden sollten.
hier gibt es kein street_side-Parken, die Fahrzeuge parken rechtswidrig auf dem Seitenstreifen (außer es gäbe noch ein P-Schild außerhalb des Bilds). Wenn kein Halteverbot dort wäre, dann wäre das m.E. shoulder-Parken, und ebenfalls rechtswidrig, weil man parallel parken muss solange Querparken nicht angeordnet ist (Markierungen oder Schild).
Seitenstreifen ist was nicht Fahrbahn ist. Laut Gesetz muss der Seitenstreifen “ausreichend befestigt” sein, damit man dort parken darf, das ist hier vermutlich sowieso nicht gegeben. Ohne Schild, und wenn da z.B. Schotter auf dem Seitenstreifen wäre, könnte man halb auf dem Seitenstreifen halb auf der Fahrbahn parken, wenn dann noch ausreichend Platz (3,05m) zum Durchfahren auf der Fahrbahn bliebe.
Ja, wir haben mit parking:right:restriction=no_stopping bereits gesagt, dass man auf dem Seitenstreifen nicht parken darf. Ohne das Schild könnte man über parking:right=shoulder nachdenken.
Haben wir das?
Zumindest in Deutschland gilt das erst mal nur für die Fahrbahn.
Deshalb muss das auch auf dem Seitenstreifen geltende Parkverbot ja mit Zusatzschild angeordnet werden.
Im Umkehrschliss würde das ja dann heißen, dass wir überall das Parken auf dem Seitenstreifen explizit als erlaubt taggen müssten, was für so gar nicht KISS ist.
die shoulder (also Seitenstreifen) ist beim Parken schon mit drin, entweder ist es parking:right=no (auch auf der shoulder), oder ein anderes parking:right, z.B. parking:right=shoulder. Dass die Restriktion für shoulder extra angegeben wird, ist bisher nicht vorgesehen (könnte man aber drüber reden).
parking:<side>=* sagt, wo auf der Straße geparkt werden darf. Wenn Du no sagst, dann gar nicht, wenn Du shoulder sagst, dann auf dem Seitenstreifen.
So ist es. Wenn parking:<side>=* allerdings nicht getaggt ist, dann weiß der Datenauswerter nicht, was gilt und kann natürlich länderspezifische Heuristiken nutzen.
Ich glaube, wir reden gerade über zwei verschiedene Sachen:
Parkmöglichkeiten: parking=*
Parkverbote: parking:restriction=*
Die Parkmöglichkeiten hier sind mit parking:both=no ausreichend beschrieben. Das hatte ich in meinem ersten Beitrag vorausgesetzt und nicht extra aufgeführt. Sorry für die Verwirrung, ich ergänze das oben noch.
Zusätzlich darf man hier aber auch nicht halten, also parking:both:restriction=no_stopping.
Und nochmals zusätzlich darf man auch auf dem Seitenstreifen nicht halten, also parking:both:shoulder:restriction=no_stopping.
die Parkmöglichkeiten sind sowohl legal als auch physisch bedingt, d.h. wenn man parking:right=no taggt, dann darf man dort nicht parken (vielleicht “kann” man aber auch nicht parken, weil nicht genug Platz dort ist, was aber auch ein “nicht dürfen” ist). Der tag betrifft sowohl die Fahrbahn als auch den Seitenstreifen.
Beide. parking:<side>:restriction=* bezieht sich auf die gesamte Straße auf Seite <side>. Es gibt momentan keine Möglichkeit zu sagen: auf der Fahrbahn ist absolutes Halteverbot, auf dem Seitenstreifen nur Parkverbot. Das ginge nur, wenn man über separate anfängt zu mappen, oder eben die am meisten erlaubte Art einträgt und den Fahrenden genug Verstand zumutet, zu sehen, wo genau das gilt.
Ich möchte wieder zur ursprünglichen Frage zurück, die konkret das ausgeschilderte “Absolute Halteverbot” betrifft. Es geht nicht um Parken (umgangssprachlich für das Eingeschränkte Halteverbot, Zeichen 286).
Laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), Anlage 2 (zu § 41 Absatz 1), Vorschriftzeichen, lfd. Nr. 62 verbietet das Zeichen 283 das “Halten auf der Fahrbahn”. Ebenda lfd. Nr. 62.1 beschreibt das eingangs erwähnte Zusatzzeichen (1060-31), welches zusätzlich das “Halten von Fahrzeugen auch auf dem Seitenstreifen” verbietet.
Die StVO unterscheidet also für das Absolute Halteverbot zwischen Fahrbahn (nur 283) und Fahrbahn + Seitenstreifen (283+1060-31).
Wir/OSM kann das auch, wenn wir dem Vorschlag von @klik folgen:
nur 283: parking:right = no + parking:right:restriction = no_stopping
wenn mit 1069-31: ergänzt um parking:right:shoulder:restriction = no_stopping
Der Vollständigkeit halber sei noch noch die Variante mit Zz “nur auf dem Seitenstreifen” erwähnt.
Hmmm … Dann wäre die Straßenverkehrsbehörde aber eig. gar nicht dafür zuständig, das Parken auf Privatgrund zu regeln … Das müsste dann der Sportplatzeigner erlauben/tolerieren/verbieten/unmöglich machen (Zaun o.ä.)
… außer evtl., der Platz gehört der Kommune oder so … Oder die Grenze läuft nach dem Stein anderster …
Vielleicht fragst Du besser @Supaplex030, das ist einer der Autoren des Proposals. Ich würde das am wenigsten restriktive Verbot taggen, in diesem Falle also parking:<side>=no + parking:<side>:restriction=no_parking, und es dem Benutzer vor Ort überlassen, zu erkennen, dass sich das auf den Seitenstreifen bezieht.
Das es keine Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Fahrbahn und Seitenstreifen gibt, ist in der Tat eine kleine Lücke im street parking-Schema, auch wenn sie in der Praxis nur in Spezialfällen Relevanz hat. Die Lücke im Schema wird vor allem dann relevant, wenn es unterschiedliche Zustände auf der Fahrbahn und auf dem (zum Parken geeigneten) Seitenstreifen gleichzeitig gibt (oder in einem Beispiel wie hier, wenn man es juristisch wirklich ganz exakt und vollständig wiedergeben will).
Meiner Erfahrung nach ist es vor allem eine Situation, die sich bisher nicht exakt beschreiben lässt, und zwar, wenn neben der Fahrbahn z.B. in Parkbuchten geparkt werden kann und zwischen den Parkbuchten gelegentlich genug Platz ist, um gleichzeitig auch auf der Fahrbahn zu parken (wo es dann entweder durch Beschilderung verboten sein kann oder nicht und damit erlaubt). Die Parkbuchten lassen sich zwar separat erfassen, aber ein gleichzeitiges parking:side=lane oder parking:side=no + parking:side:restiction=no_stopping an der Centerline ist für “einfache” Datenauswerter etwas irreführend, da diese Tags nur dann zur vollständigen Interpretation der Parkraumsituation führen, wenn eine aufwendige geometrische Einbeziehung der separaten Geometrien erfolgt (was wir im OSM Parkraumprojekt z.B. tun, aber “normale” Anwendungen kaum leisten können).
Diese Lücke ließe sich mit einem Konstrukt wie parking:side:lane/shoulder/street_side sicherlich schließen (Achtung, Ähnlichkeit zum alten, deprecated parking:lane:side-Schema); ein solches Tagging sollte aber vorher gut durchdacht werden. Denn man müsste dann z.B. klären:
Was ist der Default? Was würde parking:both:shoulder:restriction=no_stopping beispielsweise für die Fahrbahn bedeuten? Müsste man dann auch noch parking:both:lane:restriction=no_stopping angeben? Oder einfach parking:both:restriction=no_stopping? (vgl. den Vorschlag von @klik)
Welche Values sind für diesen “Lage-Suffix” zulässig? Die gleichen wie für parking selbst (z.B. inkl. on_kerb) oder einfach nur zwei für 1) auf und 2) neben der Fahrbahn?
Wie würde man weitere Sub-Values wie orientation taggen und wie handhabbar ist diese Konstruktion dann noch in der Praxis (z.B. parking:right:lane:orientation=parallel + parking:right:street_side:orientation=perpendicular – auch hier wieder die Frage, was der Default in parking:right:orientation dann bedeutet)?
Wäre tatsächlich mal spannend, das Tagging für reale Fälle durchzuprobieren und zu schauen, ob es sich immer zweifelsfrei taggen und interpretieren lässt (mir fehlte bisher die Motivation bzw. Notwendigkeit dazu).
Für den konkreten oben gezeigten Fall würde ich aber solange schlicht parking:both=no + parking:right:restriction=no_stopping taggen, da sich daraus in jedem Fall ergibt, dass es neben der Fahrbahn keine (legalen) Parkmöglichkeiten gibt (zumindest, solange dort nichts separates erfasst ist, in diesem Fall z.B. informelles/ordnungswidriges shoulder-Parken…).
P.S. Im Zweifelsfall kann auch ein parking:right:traffic_sign=DE:283;1060-31 nicht schaden ;)