Worum es m. E. geht: der Proposer will name= langfristig komplett aus der Datenbank tilgen.
Der Grund dafür ist folgender: in mehrsprachigen Regionen (Südtirol) und noch viel mehr außerhalb der industrialisierten Welt (Nepal) herrscht ein heilloses Chaos, welche Sprache für name= verwendet werden soll. In Südtirol etwa wird in name= der Name auf Deutsch und Italienisch geschrieben - getrennt durch einen Bindestrich. In Nepal und dort vor allem im Himalaya kommt alles mögliche vor, sogar Englisch (ist dort nirgends Amtssprache!).
Mit default:language soll nun für jedes Objekt festgelegt werden, welche Sprache am Ort des Objekts vorrangig gesprochen wird, damit der Renderer den Namen nur noch einsprachig rendern muss, nämlich entweder in der Sprache, die der Benutzer bevorzugt, oder alternativ in der Standardsprache.
Meine ehrliche Meinung dazu: der Vorschlag ist gut gemeint, taugt aber nicht als Tag an einzelnen Objekten. Ich sehe schon Grabenkämpfe in Städten wie Brüssel kommen, ob dort nun Französisch oder Flämisch die meistgesprochene Sprache ist. Wir brauchen wirklich nicht noch mehr Brandherde als OSM eh schon hat (gerade bei umstrittenen Territorialansprüchen, um die dann auch “virtuell” gekämpft wird). Auch in autoritäten Ländern wie China wird es sehr lustig werden, wenn dort Minderheiten wie Tibeter und Uiguren um die Vorherrschaft kämpfen. Nein Danke. Der Vorschlag, einfach mehrere Standardsprachen per Semikolon abzutrennen, damit der Renderer dann die entsprechenden Werte zu einem String kombiniert, funktioniert schon bei anderen Eigenschaften nicht, und hier auf einmal soll das klappen? Und natürlich kann es auch hier zu Grabenkämpfen kommen, ob z. B. Tibetisch in China bedeutend genug ist um als “Standardsprache” zu gelten.