Meiner Meinung nach sollte man OSM-Daten sowieso nicht langfristig ohne Updates nutzen. Zum einen sind da Sperrungen, die teils Jahre andauern, aber aufgehoben werden, neu gesperrte Straßen (teils auch dauerhaft), völlig und großräumig geänderte Verkehrsführungen (so einen Fall hatte in Tuttlingen - zig geänderte Einbahnstraßen, ein neuer Tunnel, eine komplett verlegte Bundesstraße (B 311), lokale Änderungen und Sperrungen auf dem alten Bundesstraßenverlauf…). Zum anderen sind halt immer noch Fehler vorhanden, die mit der Zeit ausgebügelt werden. Ob es falsche access-Werte sind, im Weg rumstehende Barriers (siehe anderer Thread), falsche/fehlende Turn restrictions, fehlende Verbindungen von Straßen, falsche oneway-Tags, etc.

Das gleiche Problem gibt es übrigens auch mit kommerziellen Navis - so wird man von den Schildern “quer über’s Feld” (meint das Navi) geschickt, während auf der Route, die das Navi empfiehlt, plötzlich Sperrungen und Einschränkungen sind, die es vorher nicht gab. Oder die Anwohner wundern sich über LKW-Durchgangsverkehr trotz Umgehung und Sperre.

Was ich an OSM vor allem für Routing so schätze, ist eben die aktuelle Abbildung von Streckensperrungen. Denn was nutzt mir meine aktuelle OSM-Karte im Garmin, wenn es mich trotzdem mitten in eine völlig bekloppte Umleitungs-Kaskade schickt? (Ja, auch diesen Fall gab es hier. 3 voneinander unabhänige Umleitungen ineinander verschachtelt, die einen massiven Umweg nach sich gezogen haben. Eigentlich hätte man die komplette Gegend viel leichter und schneller umfahren können)