erstmal hier im Thread als Info für Interessierte:
Ich habe nun eine GoPro Max und ich plane auch sie zu verleihen, falls die Umstände passen.
erstmal hier im Thread als Info für Interessierte:
Ich habe nun eine GoPro Max und ich plane auch sie zu verleihen, falls die Umstände passen.
Für die Osmo 360 gibt es für 79 € eine separate Fernbedienung fürs Handgelenk, diese hat auch einen GPS Empfänger.
Der “OSM-Kameraverleih”, den es seit einiger Zeit in eher informellem Rahmen gibt, ist auch gerade dabei sich etwas zu professionallisieren und weitere Kameras verfügbar zu machen (ebenfalls GoPro Max).
In den letzten vier Wochen habe ich meinen Workflow für 360°-Aufnahmen für Panoramax weiter optimiert.
Sicher ist die Art und Weise, wie ich vorgehe, nicht universell anwendbar, aber vielleicht kann jemand zumindest die eine oder andere Anregung mitnehmen.
Die Aufnahmen mache ich mit einer GoPro Max im Modus 360° Zeitraffer, Format Foto, Modus 360, Intervall 2 Sekunden.
Ich bin zu Fuss, mit dem Bahnhofsrad oder mit dem Liegerad unterwegs. Auto auch, aber selten.
Bei Fuss und Bahnhofsrad schaut hinten aus dem Rucksack der Selfiestick mit der Kamera raus.
Beim Liegerad ist der Selfiestick vorne über dem Tretlager montiert.
Beim Auto sitzt die Kamera auf einer magnetischen Halterung.
Bei Fuss, Bahnhofsrad und Auto war eine Lösung für die Kamerahalterung relativ schnell gefunden, beim Liegerad war das etwas aufwendiger, ist aber auch mittlerweile zufriedenstellend gelöst.
Blieb noch das grafische Abdecken des Nadirs, also des Bereiches direkt unter der Kamera, in dem ja bekanntermaßen bei 360°-Bildern immer irgendwie der Fotograf zu sehen ist. Außer beim Auto, da sieht man nur das Dach.
Bei Fuss und Bahnhofsrad ist das Problem nicht so gravierend. Man sieht halt einen Menschen von oben, kein Gesicht.
Auf dem Liegerad dagegen bin ich klar zu erkennen.
Deswegen suchte ich nach Lösungen, um über eine Grafikanwendung in Stapelverarbeitung den entsprechenden Bereich abzudecken.
Wichtig war mir dabei, dass außer dem Fotografen und seiner Ausrüstung möglichst wenig Bildinformation verdeckt wird.
Die Lösung fand ich mit GIMP. Damit konnte ich eine Grafik erzeugen, welche dann von Imagemagick mit den Originalbildern zusammengeführt wird. Eine Anleitung dazu ist hier zu finden.
Voraussetzung ist hier allerdings, besonders bei Sessions mit dem Liegerad, dass die Kameraposition während der Aufnahme weitestgehend unverändert bleibt.
Wenn die Originalbilder, die Grafik mit der Abdeckung und ein Ordner namens /out in einem Verzeichnis sind, lautet der Befehl unter Linux (vorher natürlich ins entsprechende Verzeichnis wechseln):
for file in .JPG; do composite cover.png “$file” “out/$file”; done
(*.JPG ist die Maske für die Bilddateien, cover.png ist die Datei mit der Abdeckung)
Unter anderen Betriebssystemen dürfte das ähnlich ablaufen.
Die entstandenen Grafiken können jetzt zu Panoramax hochgeladen werden.
ups, da scheint die Forumsformattierung ein paar Sterne als kursiv gefressen zu haben. Ich vermute du wolltest es folgendermaßen ausdrücken: (?)
for file in *.JPG; do composite cover.png "$file" "out/$file"; done
(*.JPG ist die Maske für die Bilddateien, cover.png ist die Datei mit der Abdeckung)
o ha, gar nicht drauf geachtet.![]()
Besten Dank.![]()
… ist ein gutes Stichwort ![]()
Bei deinen Panoramax Bildern ist mir aufgefallen, dass die Blickrichtung um ca. 90° nach links (von Oben betrachtet gegen den Uhrzeigersinn) gegenüber der Fahrtrichtung verdreht erscheint. Dies beeinträchtigt etwas die Orientierung:
Wenn du deine Aufnahmen vom März 2025 mit den aktuellen vergleichst, siehst du den Unterschied in der Orientierung.
Gibt es bei Panoramax da einen Parameter, mit dem man das kompensieren kann?
Hat die Kamera einen Indikator / Richtungspfeil?
Die Aufnahmen vom März sind keine 360°-Aufnahmen. Da spielt die Ausrichtung der Kamera natürlich eine Rolle, denn es gibt nur eine Richtung, in die eine normale Kamera schaut.
Bei 360°-Bildern dagegen schaut die Kamera in alle Richtungen. Ich denke, das ist der vorteilhafte Unterschied zur normalen Kameraperspektive. Man kann und soll sich umschauen.
Es stimmt, wenn man die Bilder hintereinander anschauen will, muss man am Anfang eine Blickrichtung auswählen, aber die wird dann beim nächsten Bild der Serie beibehalten, bis man die Blickrichtung wieder dreht. Das funktioniert sogar, wenn man die Aufnahmesession ablaufen lässt.
Die Kamera ist bei mir idR tatsächlich so ausgerichtet, dass die Objektive seitwärts zeigen, also 90° zur Bewegungsrichtung. Das mache ich aus mehreren Gründen so.
Ich kann nachvollziehen, dass das etwas verwirrend ist mit der Blick-, Bewegungs- und Aufnahmerichtung. Aber diese 360°Bilder sind ja primär zur Informationsgewinnung für OSM erstellt worden und diesen Zweck erfüllen sie erstmal, denke ich.
Je mehr gute Gründe es gibt, die Kamera seitwärts / verdreht zu montieren, um so eher sollte man damit auch in der Lage sein die Entwickler der Panoramax-Software davon zu überzeugen, dass es sinnvoll / hilfreich ist solche Verdrehung in Software zu kompensieren:
Wenn es das (noch) nicht gibt, so wäre es doch eine gute Erweiterung, die eigentlich relativ simpel zu implementieren sein sollte.
Hinweis!
Wie ich gerade festgestellt habe, funktioniert diese Vorgehensweise unter Gimp 3.0* scheinbar nicht.
Nachdem die Grafik in den Panorama-Modus gesetzt wurde, funktioniert das Füllen einer Auswahl nicht.
Konkret habe ich es unter Ubuntu 22.04.5 LTS testen können, wie es bei anderen Versionen und Betriebssystemen aussieht, kann ich nicht sagen.
Falls jemand das bestätigen kann oder auch nicht (auf anderen Systemen) oder gar eine Lösung hat, wäre ich für einen Hinweis dankbar.
Konnte das gerade nachstellen - das liegt daran, dass GIMP die Filter jetzt nicht mehr direkt auf die Ebene anwendet, sondern die originale Ebene plus den Filter "schwebend” im Speicher behält. Darum ist die kleine Voransicht der Ebene nach der Panorama-Projektion auch unverändert. Um das ursprüngliche Verhalten zu bekommen, musst du Ebene plus Filter “platthauen”, d.h. mergen. Dazu musst du in der Ebenenliste auf das “fx” an der Ebene klicken, einer der Buttons (bei mir der vorletzte) macht das dann. Vermutlich musst du das nach der Umkehrung der Panoramaprojektion nochmal machen.
Danke für den Hinweis, funktioniert! ![]()
Man braucht bei der Umkehrung der Panoramaprojektion nichts weiter machen.
Ich passe die Anleitung noch dementsprechend an.
Bin gerade dabei die Bilder, die ich letztes Jahr gemacht habe auszuwerten und hochzuladen.
Aber das mit der Abdeckung schaffe ich einfach nicht. Ich habe Win10, da ist der Befehl etwas anders, ich dachte
magick for file in *.JPG; do composite nadir.png “$file” “out/$file”; done
aber das klappt nicht. Ist hier kein Windows-Spezialist?
Das for file in *.JPG; do und das ; done sind ‘Befehle’ der Unix-Shell-Programmierung. Ich kenne mich mit Windosen gar nicht aus, aber probier doch mal so etwas wie:
for %file in (*.JPG) do magick composite nadir.png %file out\%file
Das sollte dem Unix Beispiel schon deutlich näher kommen.
Ich habe das anhand folgendem Google-Suchergebnis zusammengebastelt:
How to do a for loop in windows command line? (stackoverflow.com)
Siehe auch: for command in learn.microsoft.com
Zum ausprobieren füge ich meistens ein echo Kommando vor das eigentliche Kommando (in deinem Fall vor das magick) ein. Damit kann man eine Art Probelauf durchführen und bekommt als Ausgabe der einzelnen echo-Aufrufe die Kommandos angezeigt, die durch die for-Schleife erzeugt würden/werden.
Also an deiner stelle würde ich erst mal probieren:
for %file in (*.JPG) do echo magick composite nadir.png %file out\%file
Wichtig bei der Verwendung einer Batchdatei ist:
Use a single percent sign (
%) to carry out the for command at the command prompt. Use double percent signs (%%) to carry out the for command within a batch file.
Also in cmd:
for %file in (*.JPG) do magick composite nadir.png "%file" "out\%file"
in einer Batchdatei hingegen mit zwei %%:
for %%file in (*.JPG) do magick composite nadir.png "%%file" "out\%%file"
Die Anführungszeichen habe ich noch hinzugefügt, falls in den Dateinamen irgendwo Leerzeichen oder so sein sollten.
Da mir ein Win10-Rechner in die Hände gefallen ist hab ich das mal ausprobiert.
Gegeben sind Windows10, dazu Gimp 2.10.30, ImageMagick 7.1.2-12.
Mit Gimp wurde nach dieser Anleitung eine Datei mit Namen cover.png erstellt.
Diese Datei wurde im selben Verzeichnis abgespeichert, in dem sich auch die zu verarbeitenden Dateien befinden.
Diese Dateien wiederum haben alle die Dateiendung .JPG (groß geschrieben) und der Dateiname enthält keine Leer- oder Sonderzeichen.
Zusätzlich wurde in diesem Ordner ein neuer Ordner namens out erstellt, in dem die bearbeiteten Bilder dann landen.
Die Eingabeaufforderung öffnen und in das Verzeichnis wechseln, in dem alles passieren soll.
… z.B. im Ordner 360cover im Stammverzeichnis(?) des Benutzers me…
cd C:\Users\me\360cover
Dann folgenden Befehl ausführen:
FOR %a in (*.JPG) DO magick composite cover.png %a out%a
Tut hier ohne Probleme.
Da ich keine großen Windows-Skills habe, sehe man mir nach, wenn ich was übersehen habe, aber nach der Anleitung unter den beschriebenen Voraussetzungen hat es in mehreren Testläufen immer funktioniert.