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(Hca)
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Du darfst aber nicht übersehen, daß die Grenzsteine, um die es hier geht, aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, und seit dem kann sich schon so manches verändert haben – zumal die hier (Hessen/Thüringen) voneinander abgegrenzten Gebiete ab irgendwann in der Mitte des 19. Jh.s bis 1920 keine eigenen Staaten, sondern nur noch preußische Provinzen waren, d. h. die Grenzen waren nur mehr administrativer Natur.
Wenn so eine Grenze erstmal markiert und dokumentiert/kartiert ist, kann sie schon ziemlich langlebig sein, wenn es keinen Grund zu einer Veränderung gibt.
Solche Veränderungen gab es 1945, als sich die historischen Grenzen an einigen Stellen als Zonengrenze als unpraktikabel erwiesen haben, aber auch schon vorher immer mal.
D. h. die alten Grenzsteine können zwar oft noch die heutigen Grenzen markieren, müssen aber nicht.
(Unter anderem aus diesem Grund wurde unter erheblichen politischen Verrenkungen 1973 eine Grenzkommission von BRD und DDR eingesetzt, um den genauen Verlauf der damaligen DDR-Grenze mal festzustellen).
Deshalb halte ich es für richtig, die historischen Grenzsteine separat von der Grenzlinie einzutragen, zumal sie, wie schon von anderen geschrieben, nicht mehr als verbindliche Markierungen dienen.